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Südwest Presse: Kommentar FDP

    Ulm (ots) - An Stuttgart wird sich Guido Westerwelle gerne erinnern: Mit großer Mehrheit wurde er als FDP-Parteivorsitzender bestätigt. So unumstritten wie derzeit war der Jurist noch nie. Mühsam, doch mit Erfolg hat er sich ein seriöses Image aufgebaut, auch wenn er immer noch zu gern versucht, mit flotten Sprüchen Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Die fehlenden Personaldiskussionen sind um so erstaunlicher, da die Liberalen schon seit acht Jahren nicht mehr an der Bundesregierung beteiligt sind und unter dem Machtentzug leiden. Damit können sie die Politik nicht so stark beeinflussen wie in den Jahrzehnten zuvor. Doch schuld am Scheitern bei der Bundestagswahl 2005 war nicht die FDP, die auf fast zehn Prozent kam, sondern die Union. Auch heute würde es nach den neuesten Umfragen für eine schwarz-gelbe Regierung nicht reichen, wohl aber für eine linke Mehrheit. Einer wie Westerwelle vertraut darauf, das im Wahlkampf noch umdrehen zu können. Trotz aller Kritik hatte er bisher zu seiner Koalitionsaussage zu Gunsten der Union gestanden. Dass er vor dem FDP-Parteitag darauf verzichtete, erstaunt nur auf den ersten Blick. Nicht nur den Liberalen, auch den Bürgern muss er sich als eigenständige Kraft präsentieren, sonst wandern die Wähler ab. Das gelingt der FDP durchaus mit einem Programm, in dem das Stichwort Freiheit durchgängig die oberste Maxime ist.

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