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Neues Deutschland: Neues Deutschland, Berlin, kommentiert die israelischen Angriffe in Libanon.

    Berlin (ots) - Man mag die Worte des Bedauerns der israelischen Regierung abnehmen oder auch nicht. Fakt ist, dass der Bombenangriff, der in Kana Dutzende Zivilisten das Leben kostete, in der israelischen Kriegslogik liegt. Wiederholungen sind sicher nicht gewünscht, aber auch nicht ausgeschlossen. Über 100 Luftangriffe auf Kana wurden seit Kriegsbeginn gezählt - der verheerendste stärkt sicher die Hisbollah aber nicht Israel. Längst ist die internationale Meinung, die den ersten Militäraktionen nach der Geiselnahme durchaus Verständnis im Sinne des Selbstverteidigungsrechtes gegenüber gebracht hatte, der Fassungslosigkeit gewichen: Fassungslosigkeit angesichts der von Tag zu Tag unverhältnismäßiger werdenden Mittel: Streubomben, Phosphorbomben wurden bereits eingesetzt und uranhaltige Bunkerbrecher aus den USA sind laut »New York Times« auf dem Weg nach Israel. Das Ziel ist klar und offen: die Zerstörung der Hisbollah, koste es was es wolle. Von diesem Ziel ist Israel auch nach über zwei Wochen Krieg offenbar weit entfernt. Die Bombardements werden nun zwangsläufig auf breitere Ziele ausgedehnt - die »Kollateralschäden« zwangsläufig größer. Dass die Hisbollah Zivilsten als Schutzschilde benutzt, ist unertraglich. Eine Entschuldigung für das israelische Vorgehen ist es nicht. Und mit jeder Bombe wird der Weg zu einer Verhandlungslösung länger.

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