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Neues Deutschland: zum Dreiergipfel USA, Mexiko, Kanada

    Berlin (ots) - Wirtschafts-, Grenz- und Sicherheitsfragen stehen beim Dreiergipfel zwischen Mexiko, den USA und Kanada in Cancún im Mittelpunkt, und die Themen haben viel miteinander zu tun. Der gastgebende Präsident Fox und Ottawas Regierungschef  Harper wollen bei dem zweitägigen Treffen versuchen, die in Washington geplante Verschärfung der Grenzkontrollen für ihre Landsleute zumindest abzuschwächen. Fox bemüht sich zudem seit geraumer Zeit darum, Millionen illegal in die USA eingewanderte Mexikanern zu »legalisieren«. Im US-Kongress aber hat sich eine Mehrheit selbst gegen ein zeitlich begrenztes Bleiberecht formiert, wie Bush es anstrebt. Sie denkt etwa an eine Mauer zum südlichen Nachbarn, mehr Grenzpolizisten und drastische Strafen für Illegale und ihre Arbeitgeber. Eine ins Spiel gebrachte Amnestie wird abgelehnt, man dürfe Gesetzesbrecher nicht auch noch belohnen. Es ist inzwischen in der Tat ein regelrechter Wirtschaftszweig entstanden, der Hunderte Millionen Dollar daran verdient, Menschen in »Gottes eigenes Land« zu schleusen. Auf der anderen Seite sind viele Branchen dort auf billige Einwanderer angewiesen, um ihre Profite zu maximieren. So bleiben die Konservativen in Washington im Jahr der wichtigen »Zwischenwahlen« zum Kongress hin- und hergerissen zwischen neoliberaler Marktfreiheit, »Law and order« in Zeiten des Anti-Terrorkampfes und einem wachsenden Wählerpotenzial lateinamerikanischer Herkunft.

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