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Neues Deutschland: zur Diskussion um den Einsatz der Bundeswehr im Inneren

    Berlin (ots) - Es gibt eine schwache Erinnerung aus Kindheitstagen: Immer wenn ein Gaul mit Springreiter eine Latte riss, rannten Uniformierte herbei, um sie wieder aufzulegen. Halten wir für die Gegenwart fest: Die Bundeswehr, egal ob uniformiert, im Sanitäter- oder Sportlerdress, hat ein Herz für den Sport. Was freilich nicht für den (noch) Stabsunteroffizier Ingo Steuer gilt. Für den »stasibelasteten« Eiskunstlauftrainer mag sich   kaum noch jemand erwärmen. Es sei denn, sein Läuferpaar stellt die Welt-Elite kalt. Lassen wir Turin! Berlin ist angesagt! Dort und in weiteren deutschen Städten kickt das Leben! Und zwar mit Bundeswehr! Nun gut, das Militär hat's nicht geschafft, sich - wie weiland in der DDR -  auch noch ein eigenes Oberligateam zu leisten. Wie auch, bei den Gagen?! Nicht einmal mit dem Dienstgrad als General könnte sich Deutschland einen Ballack leisten. Ganz zu schweigen davon, dass Fremdenlegionäre unserer Demokratie arge Probleme bereiten würden. Da wir gerade über Demokratie plauschen. Man ändert kein Grundgesetz, um Soldaten »Innendienst« schieben zu lassen. Man zeigt nur, dass es ohne Bundeswehr nicht geht. Und langsam gewöhnen wir uns daran, dass Uniformierte Barren auflegen - im Unterschied zu meiner Kindheitserinnerung immer höher. Wer dann noch gegen die weitere Militarisierung der Gesellschaft wettert, dem sagt man einfach: Spring doch...!

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