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Neues Deutschland: Lothar Bisky zu längerer Amtszeit als Vorsitzender der Linkspartei bereit - Keine Mitwahl eines Kanzlers

    Berlin (ots) - NEUES DEUTSCHLAND meldet vorab aus seiner Freitagausgabe, 23.08.2005: Lothar Bisky zu längerer Amtszeit als Vorsitzender der Linksparte bereit - Parteichef der Linken bekräftigt: Keine Mitwahl eines Kanzlers.

    Als »albern und teilweise widerlich« bezeichnete der Vorsitzende der Linkspartei, Lothar Bisky, das Beharren von Gerhard Schröder und der SPD auf einem Führungsanspruch bei einer Regierungsbildung. »Die pfeifen auf die Wahlergebnisse und treiben die demo-kratische Kultur in die Gosse«, sagte Bisky in einem Interview mit der Tageszeitung »Neues Deutschland« (Freitagausgabe).

    Zur eigenen Position im gegenwärtigen Koalitions-Ringen sagte Bisky: Es sei die Frage, ob die anderen Parteien nach ihren Niederlagen die bisherige Politik fortsetzen oder än-dern wollten. Die Linkspartei bleibe Opposition »solange der jetzige Kurs bleibt«. Ohne-hin wolle keine der anderen Parteien die Linke.PDS »in irgendeiner Koalition, und sie wollen uns eigentlich auch nicht als Opposition, es ärgert sie«. Es habe allerdings »erste Anfragen« gegeben, ob Abgeordnete der Linken »nicht einfach den Kanzler mitwählen würden«, sagte Bisky. Der Parteivorsitzende bezeichnete dies als eine »Kolonialgeste« und bekräftigte: »Da sage ich: Nein.«

    Bisky, der bei seiner erneuten Wahl zum PDS-Vorsitzenden im Juni 2003 die Rückkehr seiner Partei in den Bundestag als Ziel seiner Amtszeit genannt hatte, denkt nun darüber nach, möglicherweise länger als ursprünglich geplant Parteivorsitzender zu bleiben. Mit der angestrebten Fusion der Linkspartei mit der WASG sei »etwas Neues hinzugekom-men« und es gebe »einen gewissen Druck« auf ihn. Er sei »nicht abgeneigt, dem zu fol-gen«. »Wenn ich sage, dass ich alle für das Projekt der Linkspartei in die Pflicht nehme, dann gilt das auch für mich selbst.«, so Bisky.

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