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Neues Deutschland: kommentiert die Außensicht auf das deutsche Wahlergebnis

Berlin (ots)

Das deutsche Wahlergebnis beschäftigte gestern auch
die EU-Kom-
mission auf ihrer Klausurtagung über die Zukunftsaufgaben der
Union. Die politische Ungewissheit beim größten EU-Land und Netto
zahler, so wird befürchtet, könnte bis nach Brüssel ausstrahlen. In
den USA und bei anderen NATO-Partnern zeigt man sich ebenfalls
besorgt und flüchtet offiziell in Floskeln nach dem Motto: Deutsch-
land ist ein enger Freund und Verbündeter, und egal wer künftig dort
regiert, diese guten Beziehungen werden fortgesetzt. Dabei hat man
vor allem in Washington und London fraglos auf Merkel gesetzt und
würde lieber mit der bekennenden Transatlantikerin aus Mecklen-
burg in den nächsten Krieg ziehen. Aber jenseits von Bagdad und ab-
gesehen vom umstrittenen EU-Beitritt der Türkei ist wohl auf keinem
Feld der deutschen Politik die Schnittmenge zwischen den potenziel-
len Regierungsparteien so groß wie auf dem außenpolitischen. Dafür
hat ein Minister Fischer, der immer stolz war auf die Kontinuität in
seinem Ressort, in den vergangenen sieben Jahren gesorgt. Und auch
in der Bush-Regierung weiß man letztlich zu schätzen, wie die rot-
grüne Bundesregierung ihr »Irak-Defizit« am Hindukusch mehr als
ausgleicht, so wie gestern, als sie kurz vor Toresschluss die Auswei-
tung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan beschloss.

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