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neues deutschland: Umweltschützer wollen Ölförderung in ecuadorianischem Nationalpark verhindern

Berlin (ots) - Ihren Widerstand gegen die Erdölförderung im Nationalpark Yasuní wollen die ecuadorianischen Umweltschützer fortsetzen. "Ich denke, dass wir den Kampf noch gewinnen können", erklärte die Umweltaktivistin Esperanza Martínez gegenüber der Tageszeitung "neues deutschland" (Dienstagausgabe). Nach dem angeblichen Scheitern eines Volksbegehrens werfen die Umweltaktivisten dem Nationalen Wahlrat Betrug bei der Prüfung der Unterschriften vor. So sei die "Diskreditierung von über 30 Prozent der Unterschriften nicht rechtmäßig" gewesen. Dagegen werde jetzt rechtlich vorgegangen. "Eine unabhängige Kommission von der Politisch-Technischen Universität Quito ist mittlerweile zu dem Ergebnis gekommen, dass die YASunidos rund 680 000 gültige Unterschriften eingereicht haben. Damit hätte das Volksbegehren nicht abgewiesen werden dürfen, denn unsere Verfassung verlangt 584 000 Unterschriften." Der Yasuní-Nationalpark sei ein hochsensibles Biosphärenreservat und gleichzeitig Territorium von Indigenen, die in freiwilliger Isolation leben. "Zum anderen gibt es ein großes gesellschaftliches Bewusstsein für die Bewahrung des Yasuní." Der Kampf sei bisher "unglaublich erfolgreich verlaufen", erklärte Martínez. "Ohne ihn würde der Yasuní jetzt schon seit langem ausgebeutet."

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