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neues deutschland: Menschenrechtsexpertin Rudolf fordert Ende der Diskriminierung wegen Geschlecht und sexueller Orientierung

Berlin (ots) - Vor dem »Internationalen Tag gegen Transphobie und Homophobie« (IDAHOT) am 17. Mai macht die Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte auf die Bedeutung des Kampfes gegen Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Inter-* und Trans*-Menschen (LSBTI) aufmerksam. "Ausgrenzung von Lesben und Schwulen, Bisexuellen und Trans*Personen sowie Hass und Gewalt gegen sie sind nirgendwo auf der Welt akzeptabel. Ihnen darf nicht die Menschenwürde abgesprochen und die Achtung als Menschen mit gleichen Rechten verweigert werden", sagt Prof. Dr. Beate Rudolf im Interview mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" (Wochenendausgabe).

Es gelte, weltweit und auf internationaler Ebene eine breitere ausdrückliche Anerkennung der gleichen Menschenrechte von LSBTI zu erreichen. Jedoch weist Beate Rudolf auch auf positive Entwicklungen hin. "Ich sehe einen weltweiten Trend, dass Betroffene ihre Unrechtserfahrungen öffentlich machen und als Menschenrechtsverletzungen anprangern. Damit werden gesellschaftliche Debatten eröffnet, wo vorher nur Schweigen war", so die Juristin. Sie rät daher, "dass die LSBTI-Bewegung sich mit anderen Menschenrechtsbewegungen zusammenschließt und sich gemeinsam gegen jede Art von Diskriminierung einsetzt".

Die Gründe für die Ablehnung von LSBTI sieht Rudolf vor allem darin, dass sie das heteronormative Weltbild von bestimmten Personen ins Wanken bringen. "Inter-* und Trans*-Menschen stellen die Zweigeschlechtlichkeit als scheinbar naturgemäßes Ordnungskriterium in Frage; Lesben, Schwule und Bisexuelle lösen die Geschlechterbilder und gesellschaftlich anerkannten Rollenzuweisungen auf", sagt Rudolf.

Der UN-Menschenrechtsrat hat 2011 erstmals anerkannt, dass LSBTI die gleichen Rechte haben und Rechtsverletzungen weltweit verfolgt werden müssen.

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