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neues deutschland: Polizeigewalt und Aufstandsbekämpfung: Hooligans mit Wasserkanone

Berlin (ots) - Drei Orte, drei Mal Willkür und Gewalt - Hamburg, Plauen, Demmin: Eine Demonstration wird ohne Grund aufgehalten und zerschlagen, Polizeieinheiten stürmen eine Kirche, um an eine Handvoll Personalien zu kommen, ein Sitzblockierer wird von der Polizei schwer verletzt. »Ihr seid nur gut bezahlte Hooligans!« Dieser Demospruch in Richtung Polizei ist keine willkürliche Beleidigung der Schwer-Gepanzert-Uniformierten. Es ist Erfahrung - am eigenen Leib, als Augenzeuge, aus Erzählungen von Betroffenen. Was folgt in aller Regel? Richtig! Innenminister, Polizeigewerkschafter, konservative Politiker und lediglich Polizeimitteilungen abschreibende Medien warnen vor »zunehmender linksextremer Gewalt«. Logisch - diejenigen, die auf's Maul kriegen, weil sie sich erdreisten, es aufzumachen, sind dann auch die Gewalttäter. Müssen sie sein. Denn es geht nicht nur um die Kriminalisierung von Protesten, sondern schlicht auch um Geld. Denn wo kein gewalttätiger Feind ist, da geht der Geldbeutel mit den Steuermillionen schwerer auf. Mit selbstinszenierter Gewalt hingegen und mit offensichtlicher Umkehrung von Tätern und Opfern sprudeln die Gelder für Ausrüstung, Technik und Wasserwerfer, mit denen die »Riot Cops« der Länderpolizeien hochgerüstet werden. Dieses Prinzip funktioniert bereits seit Jahrzehnten und wird es auch weiterhin - den gut bezahlten Hooligans mit ihren neuen Wasserkanonen sei Dank.

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