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Neues Deutschland: Kinder von Armen benachteiligt

    Berlin (ots) - Mit vollmundigen Versprechungen werden deutsche Paare ermutigt, für Nachwuchs zu sorgen. Während man so vor allem Akademiker und Besserverdienende zum Kinderkriegen motivieren will, setzt man gleichzeitig bei der Jugendhilfe den Rotstift an. Diese Einsparungen treffen natürlich die Armen zuerst. Denn es ist kaum anzunehmen, dass  Kinder aus dem gesellschaftlichen Umfeld der CDU-Familienministerin irgendwann im Jugendheim landen oder deren Eltern gar die ambulante Erziehungshilfe in Anspruch nehmen müssen, weil sie mit ihren Sprösslingen überfordert sind. Nein, gesellschaftliche Underdogs, also die Kinder von sozial Schwachen und Migranten, brauchen staatliche Jugendarbeit.

    Bereits die Abschaffung des Erziehungsgeldes zum Januar 2007 bevorzugte einseitig die Besserverdienenden. Denn statt der Sozialleistung Erziehungsgeld gibt es nun Elterngeld, das sich nach dem Nettoeinkommen der Erziehungsberechtigten richtet - je höher der Verdienst, desto höher das Elterngeld. Für alleinerziehende Mütter, für Studenten und Arbeitslose war die Streichung des Erziehungsgeldes eine kleine Katastrophe. Arme müssen nun mit erheblich weniger Geld auskommen - auch eine Art von Umverteilung.

    Das sozial ungerechte Bildungssystem in Deutschland stellt eine weitere Hürde für die Kinder der Armen dar. Fast Food statt Biovollwertnahrung, frustrierte Eltern statt frühkindlicher Förderung - so trennen sich die Wege.

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