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Neues Deutschland: zu Postmindestlohn, PIN AG und Springer

Berlin (ots)

Springer hat sich einen guten Zeitpunkt für seine
Ankündigung ausgesucht, der PIN AG den Geldhahn abzudrehen. Der böse 
Post-Mindestlohn ist Schuld daran, dass der Konzern mit PIN Miese 
macht. Wir befinden uns am Kulminationspunkt einer groß angelegten 
Kampagne gegen eben diesen Mindestlohn. Wenn der vom Bundesrat in der
kommenden Woche endgültig beschlossen wird, dann wird es so aussehen,
als ob die Große Koalition mit ihrer Entscheidung abwechslungsweise 
einmal für die Arbeitnehmer am Ende viele, viele Arbeitsplätze 
zerstört. So übt der Konzern einerseits noch einmal ordentlich Druck 
auf die Politik aus. Und leistet damit den Postkonkurrenten 
Unterstützung, die nichts unversucht lassen, um die Lohnkosten weiter
unten zu halten. Deren Schachzug, jetzt mit dem ausgehandelten 
Tarifvertrag mit der eigens gegründeten Gewerkschaft zu Felde zu 
ziehen, überrascht nicht. Angekündigt hatte der Arbeitgeberverband 
der Postkonkurrenten dies schon im Oktober. Es scheint, nur eben zu 
diesem Zweck gibt es diese Gewerkschaft überhaupt.
 Die wohlplatzierte Bekanntgabe Springers hat jedoch noch einen 
anderen Effekt: Sie soll offenbar davon ablenken, dass es im 
Nachhinein eine Fehlentscheidung des Konzerns war, bei PIN zu 
investieren. Denn die umfangreichen finanziellen Mittel, die dort 
bisher hineingepumpt wurden, haben sich nicht ausgezahlt.Und nun 
sollen die Arbeitnehmer diese Fehlkalkulation ausbaden? Nein danke - 
und ja zum Mindestlohn!

Pressekontakt:

Neues Deutschland
Redaktion / CvD

Telefon: 030/29 78 17 21

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