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15.12.2010 – 09:52

IFEMEDI

Selen, ein wichtiges Spurenelement - auch für die Schilddrüse

Oldenburg (ots)

Zu den häufigsten Erkrankungen der Schilddrüse gehört die Hashimoto-Schilddrüsenentzündung, eine Autoimmunerkrankung, die nach ihrem Entdecker Dr. Hakuru Hashimoto benannt wurde. Bis zehn Prozent der Bevölkerung in Deutschland leiden darunter - Frauen etwa zehn Mal häufiger als Männer. Neben erblicher Veranlagung gelten Viruserkrankungen, hormonelle Umstellungen sowie anhaltender Stress als Auslöser. Eine übermäßige Jodzufuhr und/oder ein Selenmangel erhöhen ebenfalls das Risiko, dass sich eine Hashimoto-Erkrankung ausbildet, wie Privatdozent Dr. med. Jens Aberle, ärztlicher Leiter am Ambulanzzentrum des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, in einem aktuellen Interview im Fachmagazin "Der Allgemeinarzt" betont.

Das Spurenelement Selen ist für die normale Funktion der kleinen schmetterlingsförmigen Drüse, die eine Vielzahl wichtiger Funktionen im Körper steuert, unerlässlich. Dabei sollte vor allem Selen in Form von Natriumselenit (z.B. selen-loges®, rezeptfrei in Apotheken) genutzt werden. Dr. Aberle: "Es wirkt sehr viel schneller und spezifischer, wird ohne Energieaufwand aufgenommen und direkt in Selenenzyme eingebaut."

Die Schilddrüse ist nicht nur reich an Selen, sie reagiert auch schnell auf eine Unterversorgung. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass durch die regelmäßige Einnahme von 200 Mikrogramm Selen täglich eine deutliche Besserung der Laborwerte bei Hashimoto-Patienten erreicht werden kann. Auch eine Verbesserung der entsprechenden Symptome - allen voran der Halsbeschwerden - ist möglich. Dr. Aberle: "Bei der Hashimoto-Thyreoiditis kann ein optimal eingestellter Selenstatus die klinischen Symptome der Krankheit und das Allgemeinbefinden der Patienten deutlich bessern."

Im Anfangsstadium der Erkrankung ist zunächst eine Überfunktion möglich. Im weiteren Verlauf nimmt funktionstüchtiges Schilddrüsengewebe jedoch so weit ab, dass langfristig eine Unterfunktion (Hypothyreose) entsteht.

Die Diagnose der Erkrankung erfolgt häufig zufällig oder anhand der typischen Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion. Dazu zählen ein Fremdkörpergefühl im Hals, Schluckbeschwerden sowie die Berührungsempfindlichkeit der Schilddrüse. Die Diagnose wird durch abweichende Blutwerte der Schilddrüsenhormone, den Nachweis von spezifischen Antikörpern im Blut sowie durch eine Ultraschalluntersuchung gestellt.

Pressekontakt:

Dr. Hüve, Hopfenweg 44c, 26125 Oldenburg, 0441/9350590,
presse@medizin-ernaehrung.de

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