American Academy in Berlin

Neue Fellows im Hans Arnhold Center
Die American Academy präsentiert ihre Gäste aus Kunst und Literatur, Wissenschaft und Politik

    Berlin (ots) - Heute Dienstag findet die Präsentation der American Academy Fellows statt, die im Frühjahr 2006 im Hans Arnhold Center leben und arbeiten. Das Programm der American Academy ist von Interdisziplinarität geprägt: der Islam in Europa, bildende Kunst und mittelalterliche Skulpturen, Lyrik und Belletristik sowie das breite thematische Spektrum Berlins als Ausgangspunkt für journalistische Arbeit zählen zu den Aktivitäten der aktuellen Fellows.

    Gerade in Zeiten der Diskussion über Gesinnungstests und zulässige Sprachen auf dem Schulhof ist das Thema aktueller denn je: Claudia Koonz (Haniel Berlin Fellow; Professorin für Geschichte, Duke University) arbeitet an einem Projekt über den Kopftuchstreit und Identität in der europäischen Bürgergesellschaft. HDS Greenway (Bosch Public Policy Fellow, Kolumnist des Boston Globe) wird sich in seiner Zeit an der American Acdemy den Fragen des Islam in christlichen Gesellschaften widmen.

    Steve Chapman ist Kolumnist bei der Chicago Tribune und schreibt als George Herbert Walker Bush Fellow derzeit seine Kolumnen aus Berlin. Seine Interessen sind so vielfältig wie die aktuellen Fragen in der deutschen Politik und der deutschen Gesellschaft. Später im Semester wird es ihm Roger Cohen (Bosch Public Policy Fellow; Kolumnist der New York Times und der International Herald Tribune) gleichtun.

    Mit der Biographie eines Mannes, der die intellektuelle Geschichte Berlins und der Freien Universität mitgeprägt hat, beschäftigt sich Jerry Z. Muller (Ellen Maria Gorrissen Fellow): Jacob Taubes, der Judaist, Religionssoziologe und Philosoph, steht im Mittelpunkt der Forschungen Mullers, der Professor für Geschichte an der Catholic University of America ist.

    Auch Charles Molesworth (Daimler Chrysler Fellow, Professor für Englisch am Queens College der City University, New York) arbeitet an einer Biographie: Alain Locke, der Philosoph und einer der Begründer der Harlem Renaissance, fand im Berlin des beginnenden 20. Jahrhunderts eine so reiche Inspiration, dass sie ihn bewog, während der Zwischenkriegszeit viele Male zurück zu kommen.

    Rosanna Warren (Ellen Maria Gorrissen Fellow) ist Dichterin und hat Euripides ins Englische übersetzt. Während ihres Aufenthalts im Hans Arnhold Center arbeitet sie an einem neuen Lyrikband. Holtzbrinck-Fellow Joyce Hackett hat bereits in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften publiziert (u.a. London Magazine, Prospect, Paris Review u.a.) und wird sich in Berlin ihrem neuen Roman unter dem Titel Reconstruction widmen.

    Die Kunsthistorikerin Jacqueline Jung (Coca-Cola Berlin Prize, University of California, Berkeley) untersucht die ersten Skulpturengruppen des Mittelalters, die nur Frauen darstellen: die Klugen und Törichten Jungfrauen am Nordportal des Magdeburger Doms sind Gegenstand ihres Forschungsprojekts.

    Kerry Tribe (Guna S. Mundheim Fellow) setzt im kommenden Semester die Arbeit an ihrem Videoprojekt über Gedächtnisverlust und Erinnerung fort.

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