American Academy in Berlin

Das Herbstprogramm im Hans Arnhold Center
American Academy stellt ihre Gäste aus Kunst, Wissenschaft und Politik vor

    Berlin (ots) - Die offizielle Eröffnung des Herbstsemesters an der American Academy in Berlin findet heute Montag, den 12. September im Hans Arnhold Center am Wannsee statt.

    Das Zentrum für transatlantischen Dialog in Kultur, Wissenschaft und Politik geht ins achte Jahr seit der Eröffnung. Das Programm ist geprägt von einer Themenvielfalt, die vom Patriotismus-Motiv bei Hegel bis zu den Herausforderungen für das amerikanische Rechtssystem reichen.

    Zwei Premieren kammermusikalischer Werke des Komponisten Sebastian Currier (Deutsche Bank Fellow), der auch schon für Anne-Sophie Mutter Werke geschrieben hat, sind am 26. Oktober im Kammermusiksaal der Philharmonie zu hören. Die Musikwissenschaftlerin Joy Calico (Anna-Maria Kellen Fellow) recherchiert in Berlin, welche Rolle das Genre der Oper für Bert Brecht spielte.

    Norman Manea (Holtzbrinck Fellow), der bereits 2004 den ersten Teil seiner Memoiren "Die Rückkehr des Hooligan" vorgestellt hatte, ist in diesem Semester zurück, schreibt weiter: "The Fifth Impossibility". Norman Manea ist auch im Rahmen des Berliner Literaturfestivals zu sehen.

    Der Historiker Anson Rabinbach (JP Morgan Fellow) hat sich mit seinen Werken über das Dritte Reich und Österreich einen Namen gemacht. Während seines Fellowships untersucht er den Reichstagsbrand als Ausgangspunkt des Antifaschismus.

    Der Journalist James Mann (Siemens Fellow) war lange Reporter bei der Los Angeles Times und der Washington Post, war Korrespondent in Beijing und beschäftigt sich nun mit der Geschichte der Republikaner, mit dem Ende des Kalten Krieges und der Rhetorik von Ronald Reagan.

    Die Philosophin Lydia Moland (Commerzbank Fellow) untersucht das Konzept des Patriotismus bei Hegel. David Calleo (George H.W. Bush Fellow) beschäftigt sich mit der deutschen Frage. Die Politologin Barbara Koremenos (Bosch Public Policy Fellow) und Ralf Michaels (Lloyd Cutler Fellow) widmen sich Fragen der Rechtsprechung in Amerika im Zeitalter der Globalisierung. Die Videokünstlerin Kerry Tribe (Coca-Cola Fellow) widmet sich neuen Arbeiten.     Die American Academy in Berlin leistet ihren Beitrag zu aktuellen Debatte mit einem Schwerpunkt auf dem Iran und Einladungen an Kenneth Pollack (Saban Center for Middle East Policy, Brookings Institution) im September und Reuel Marc Gerecht (American Enterprise Institute) im Oktober.

    Beide Experten kommen im Rahmen des C.V. Starr Public Policy Program an die American Academy und setzen damit die Serie Internationale Beziehungen fort, die durch die Starr Foundation ermöglicht wird. Ein weiterer Gast im Rahmen des Programms ist Sandy Berger, Nationaler Sicherheitsberater unter Präsident Clinton.

    60 Jahre sind seit Beginn der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse vergangen. Aus diesem Anlass veranstaltet die American Academy gemeinsam mit dem Bundesjustizministerium eine Konferenz zum Thema "60 Jahre Nürnberger Prozesse - Lehren für die Zukunft" zu der auch Patricia Wald erwartet wird. Patricia Wald war Richterin am Internationalen Jugoslawien-Tribunal; davor war sie Richterin am Revisionsgericht in Washington. An die American Academy kommt sie als erster Richard Holbrooke Distinguished Visitor. Zum Abschluss der Veranstaltung wird Philippe Kirsch, Präsident des Internationalen Strafgerichthofs, die Keynote Speech mit dem Titel "Establishing Accountability for International Crimes The Role of the ICC" halten.

    Jonathan Safran Foer hat als Auftragsarbeit für die Deutsche Staatsoper Unter den Linden ein Libretto geschrieben, das sieben Komponisten aus sieben Ländern vertont haben. Im September präsentiert der ehemalige Writer in Residence sein Werk in der Staatsoper unter den Linden.

    Die Autorin Nicole Krauss stellt im Oktober ihren neuen Roman vor. "Die Geschichte der Liebe" erscheint im September bei Rowohlt.

Pressekontakt:
Ingrid Müller, Press Coordinator
American Academy in Berlin
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Redaktioneller Hinweis:
Die American Academy in Berlin wurde im September 1994 gegründet und
1998 eröffnet. Sie bietet Stipendien für Amerikaner in den Bereichen
der Geisteswissenschaften, den Künsten und in Wirtschaft und Politik
mit dem Ziel, die traditionell starken deutsch-amerikanischen
Beziehungen zu erhalten und zu fördern. Diese politisch unabhängige
Forschungseinrichtung ist nur von privaten Spenden getragen und wurde
von einer außergewöhnlichen Gruppe aus Deutschen und Amerikanern,
u.a. Richard Holbrooke, Henry Kissinger, Richard von Weizsäcker,
Fritz Stern und Otto Graf Lambsdorff, ins Leben gerufen. Unterstützt
wird die American Academy von Privatpersonen, Firmen und Stiftungen
auf beiden Seiten des Atlantik.

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