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Erste Amtshandlung Seehofers verursacht mehr Bürokratie für Bauern
Bioland fordert Neufassung der Düngeverordnung

    Mainz (ots) - Bürokratieabbau steht bei der neuen Bundesregierung ganz oben auf der Agenda: Im Koalitionsvertrag ist dem Bürokratieabbau ein eigenes Kapitel gewidmet. Nun droht mit einer der ersten Amtshandlungen von Landwirtschaftminister Seehofer den Bauern nicht weniger sondern mehr unnötige Bürokratie. Konkret geht es am kommenden Freitag im Bundesrat um die Verabschiedung einer neuen Düngeverordnung. Die Bundesländer haben dazu einen eigenen Entwurf erarbeitet, der  aus Sicht des Umweltschutzes die ursprüngliche Vorlage des Landwirtschaftministeriums stark verwässert und gleichzeitig die Landwirte mit zusätzlicher und unnötiger Bürokratie belastet. Bioland fordert Landwirtschaftsminister Seehofer und den ebenso zustimmungspflichtigen Umweltminister Gabriel auf, diesem Bundesratsentwurf die Zustimmung zu verweigern und stattdessen eine überarbeitete Fassung zur nächsten Bundesratssitzung am 16.12.05 einzubringen.

    Für Bio-Betriebe steht mit der neuen Verordnung ein neuer, unsinniger Bürokratiezuwachs ins Haus: Ihre eigenen Richtlinien und Kontrollen gewährleisten längst, was die Düngeverordnung erreichen will. Trotzdem sollen auch Bio-Bauern künftig für jedes Feld ihre Ein- und Austräge von Stickstoff und Phosphor gesondert aufzeichnen und bilanzieren. Thomas Dosch, Vorsitzender von Bioland, stellt konkret die Forderung an Minister Seehofer: "Bio-Betriebe sind keine Risikobetriebe und sollten daher genau wie ihre extensiv wirtschaftenden Berufskollegen von dieser unnötigen Aufzeichnungspflicht befreit werden. Am Beispiel Bio-Landbau und Düngeverordnung könnte die neue Regierung jetzt also beweisen, wie ernst es ihr mit dem 'Bürokratieabbau' ist." Die bereits bestehende staatlich geregelte Biokontrolle sollte eigentlich dazu führen, dass der Staat Bio-Bauern weitere bürokratische Alltagshürden aus dem Weg räumt.

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