Bioland e.V.

Bioland widerspricht Hasselfeldt
Förderstopp einzelner CDU-Länder für Stagnation im Biobereich verantwortlich
Politik einzelner CDU-regierter Länder wird zunehmend selbst zum Wettbewerbsnachteil

    Mainz (ots) - Bioland widerspricht den heutigen Äußerungen von Gerda Hasselfeldt, Mitglied im Kompetenzteam der Union. Anlässlich der heutigen Veranstaltung "4 Jahre Bio-Siegel" hatte Frau Hasselfeldt zur positiven Entwicklung des Bio-Siegels erklärt: "So erfreulich die Zunahme bei Bioprodukten für Handel und Verbraucher ist: Es bleibe ein bitterer Wermutstropfen, dass unsere Ökobetriebe von diesen Zuwächsen nicht ausreichend profitieren können. Die Zahl der deutschen Ökobetriebe stagniert." Als Grund nannte Hasselfeldt die landwirtschaftsfeindliche Politik von Ministerin Künast und die Wettbewerbsnachteile der deutschen Biobauern gegenüber der ausländischen Konkurrenz durch schärfere Auflagen.

    "Diese Sichtweise ist inhaltlich nicht nachvollziehbar", so Bioland Vorstand Thomas Dosch. "Die CDU-regierten Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen und Schleswig-Holstein tragen mit ihrem Förderstopp für Neueinsteiger in den Biolandbau selbst die Verantwortung für eine Stagnation des Biolandbaus. Die konkrete Unions-Politik einzelner Ländern droht  zunehmend selbst zum Wettbewerbsnachteil für den Biolandbau zu werden." So fördert beispielsweise Baden-Württemberg seit 2004 keine neuen Biobetriebe mehr. Auch für 2006 ist dies geplant. "Drei Jahre keine neuen Biobetriebe sind nicht Stagnation sondern politisch gewollter Rückschritt" so Dosch. Frau Hasselfeldt sollte sich selbst mit ihrer Forderung "Wettbewerbsnachteile für Ökobauern so rasch wie möglich abzubauen" in die Pflicht nehmen und ihre Parteikollegen aus Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen und Schleswig-Holstein zur Beendigung des Förderstopps für Biobetriebe bewegen.

    Das Bio-Siegel hat sich in den letzten Jahren bewährt, neue Märkte konnten erschlossen werden. Nichtsdestotrotz steht die Landwirtschaft insgesamt unter hohem Wettbewerbsdruck. Bioland fordert die Politik auf, die Organisationen zu unterstützen, die sich für die Erzeugung und Vermarktung regionaler, hochwertiger Biolebensmittel einsetzen. Änderungen bei den Vergabebedingungen des Bio-Siegel sind kein geeignetes Instrument um deutsche Biobetriebe zu stärken.

Pressekontakt: Bioland - Bundesverband, Kaiserstr. 18, 55116 Mainz Ressort Öffentlichkeitsarbeit, Ralf Alsfeld, Tel. 06131/23979-20, Fax. 06131/23979-27, E-Mail: presse@bioland.de Bundesvorstand, Thomas Dosch, Tel. 0178/2189866

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