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Verunreinigtes Maissaatgut: Bioland begrüßt Vernichtung des Genmaises durch Umbruch
Beibehaltung der Nulltoleranz bei Saatgutverunreinigungen mit GVO muss bleiben

Mainz (ots) - Auf rund 2000 Hektar wurde dieses Frühjahr Mais ausgesät, der mit in der EU nicht zugelassenem Genmais verunreinigt ist. Bioland begrüßt die Ankündigungen von sieben Bundesländern, den illegalen Aufwuchs der Pflanzen durch Umbruch zu vernichten. Betroffen sind Flächen in Bayern (800 ha), Baden-Württemberg (600-700 ha), Niedersachsen (235 ha), Brandenburg (30 ha), Mecklenburg-Vorpommern (50 ha), Rheinland-Pfalz (3-4 ha) und Hessen (10 ha). "Die Verwertung in Biogasanlagen ist damit vom Tisch und die Maispflanzen werden vor der Blüte aus dem Verkehr gezogen", so Thomas Dosch, Präsident von Bioland. Offen ist jedoch noch die Veröffentlichung der Flächen, wie es im Gentechnikgesetz für den Anbau von Genpflanzen vorgesehen ist.

Die Forderung von Saatgutkonzernen nach Schwellenwerten für Verunreinigungen mit GVO im Saatgut lehnt Bioland entschieden ab. "Ein Recht auf Verschmutzung darf es nicht geben. Die europaweit gültige Regelung der Nulltoleranz muss Bestand haben", so Dosch. Danach darf Saatgut, in dem sich auch nur minimale Spuren von nicht zugelassenen Gentech-Sorten befinden, nicht vermarktet werden. Die Aufhebung der Nulltoleranz würde zu einer schnellen Durchdringung des gesamten Anbaus mit GVO führen. Bioland fordert im Gegenteil eine Ausdehnung des Saatgutmonitorings der Länder, damit die Saatgutfirmen ihre eigene Qualitätssicherung verbessern. Denn die Ergebnisse des diesjährigen Saatgutmonitorings zeigen, dass die Saatgutfirmen die Reinheit des Saatguts immer weniger im Griff haben. Nach Recherchen von Bioland und Greenpeace waren in diesem Jahr 23 von 372 gezogenen Proben mit Gentechnik verunreinigt - das sind 6,2 Prozent. "Die schleichende Verunreinigung des Saatgutes muss mit allen Mitteln verhindert werden. Dies ist eine zentrale Voraussetzung für die Existenz einer Landwirtschaft ohne Gentechnik, die die Mehrheit der Bevölkerung wünscht", so Dosch zum Abschluss.

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