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Pressekommentar der WAB zur Agora-Studie "Kostenoptimaler Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland"

Bremerhaven (ots) - Die heute veröffentliche Studie "Kostenoptimaler Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland" der Initiative Agora-Energiewende kommentiert Ronny Meyer, Geschäftsführer der Windenergie-Agentur WAB wie folgt:

"Der Diskussionsbeitrag der Agora-Energiewende ist leider für eine wirkliche Energiewende nicht hilfreich: Am Ende einer komplexen Studie mit umfangreichem Datenmaterial steht nicht mehr als ein nebulöses 'weniger Offshore'. Das ist aus unserer Sicht zu wenig um ein sinnvoller Beitrag zur Energiewende-Diskussion zu sein.

Der explizit durch Herrn Baake geforderte gebremste Offshore-Ausbau ist heute schon Realität: Es ist davon auszugehen, dass damit die Ausbaukosten ohnehin geringer sein werden als in der Studie zugrunde gelegt. Wir als Branche gehen realistischer Weise von 6 bis 7GW bis 2020 aus - und damit deutlich weniger als im Basisszenario der Studie (10GW), das von unrealistischen Ausbauprognosen ausgeht. Der Ausbau der Offshore-Windenergie war zudem in dieser Studie keine freie Variable; man hat von vornherein gesagt: Mit fünf Gigawatt Offshore-Windenergie wird es reichen. Und daraufhin hat man den Rest der Stromversorgung der Energiewende optimiert. Die Studie beschränkt sich - und das ist eigentlich unverantwortlich - rein auf die Kosten und ignoriert die positiven volkswirtschaftlichen Effekte des Offshore-Ausbaus. Schon heute zählt die Offshore-Branche deutschlandweit mehr als 10.000 qualifizierte Arbeitsplätze. Die Offshore-Kosten sind also zum großen Teil auch Investitionen in den Wirtschaftsstandort Deutschland. Eine Trennung von Energie- und Industriepolitik mag zwar methodisch sauber und von verschiedenen Seiten gewollt sein, es handelt sich aber um eine künstliche Trennung. Man muss die Energiewende als das komplexe Gesamtprojekt sehen, das sie ist. Die Offshore-Windenergie gehört mit den hohen Volllaststunden und dem grundlastnahem Profil zum Fundament der Energiewende."

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Ronny Meyer, Geschäftsführer WAB
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