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13.03.2019 – 13:17

IG BCE Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie

IG BCE fordert Offensive zum Ausbau klimafreundlicher Kraftstoffe

Spurwechsel auf dem Weg zur Mobilität der Zukunft: IG BCE fordert Offensive zum Ausbau klimafreundlicher Kraftstoffe für LKW

Im Vorfeld des morgigen Spitzengesprächs im Bundeskanzleramt zu Verkehr und Klimaschutz fordert die IG BCE eine Offensive zum Ausbau klimafreundlicher flüssiger und gasförmiger Kraftstoffe. Nur so lasse sich insbesondere der weiterhin wachsende LKW-Verkehr in eine nationale Klimastrategie einbinden, sagte der IG-BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis. Elektromobilität und Batteriespeicher seien absehbar keine praktikable Alternative für den energieintensiven Güterfernverkehr.

"Wir dürfen alternative Antriebe nicht nur einspurig ausbauen", warnte Vassiliadis. "Das führt die Verkehrswende zwangsläufig in die Sackgasse. Wir müssen mehrere Technologien parallel vorantreiben, wenn Deutschland seine Klimaziele im Verkehrssektor erreichen will."

Die IG BCE erwartet von der Bundesregierung und von der Nationalen Plattform "Zukunft der Mobilität" eine konsequente Förderung von Wasserstoff-basierten und fortschrittlichen Bio-Kraftstoffen. Entscheidend sei es, die Erzeugung von Wasserstoff aus Erneuerbarer Energie wirtschaftlich zu machen. Das sei "die Killer-Applikation für die Energiewende im Verkehrssektor", sagte Vassiliadis. Sie würde eine von der Energieerzeugung bis zur Warenlieferung komplett CO2-freie Lieferkette ermöglichen.

Konkret fordert die IG BCE,

- dass Raffinerien die Erzeugung von Wasserstoff aus Erneuerbaren Energien auf 
  ihre Treibhausgas-Minderungsquote anrechnen können, damit sich die die 
  Herstellung von "grünem" Wasserstoff rechnet, 
- dass Investitionen in Anlagen zur Erzeugung von so genannten 
  Power-to-X-Kraftstoffen bis zu 20 Jahre staatlich gefördert werden, 
- dass der Staat im kommenden Jahrzehnt den Weg frei macht für eine Erhöhung der
  Biokraftstoff-Beimischung von 10 auf 20 Prozent (E 10 auf E 20), 
- dass der in der EU bereits zugelassene paraffinische Diesel-Kraftstoff auch in
  Deutschland als Regelkraftstoff etabliert wird. 

"So lassen sich Fortschritte in Technologie und Mobilität erreichen und mit guter Arbeit und Klimaschutz verbinden", sagte der IG-BCE-Vorsitzende. Die IG BCE vertritt die Interessen von mehr als 21.000 Beschäftigten in der Mineralölwirtschaft. Sie arbeiten derzeit intensiv an Lösungen für die Kraftstoffe der Zukunft. Diese gelten gerade für LKW als dringend erforderlich. Deren Anteil an den verkehrsbedingten CO2-Emissionen steigt seit Jahren kontinuierlich. In weniger als zehn Jahren wird er gut ein Drittel ausmachen. "Ohne ein Umsteuern im LKW-Sektor wird die Bundesregierung ihre Klimaziele im Verkehrssektor verfehlen", warnte Vassiliadis.

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Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
Verantwortlich: Lars Ruzic
Abt. Medien & Öffentlichkeitsarbeit
Königsworther Platz 6, 30167 Hannover              
Telefon:  0511/7631-135 u. -329
Handy: 0151/23508638
Telefax:  0511/7000891
E-Mail: presse@igbce.de
Internet: igbce.de
 
Über uns
Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) ist mit rund 630.000
Mitgliedern die drittgrößte Gewerkschaft im Deutschen Gewerkschaftsbund. Zum
Organisationsbereich gehören die Branchen Bergbau, Chemie, Energie, Erdöl und
Erdgas, Glas, Kautschuk, Keramik, Kunststoffe und nichtmetallische Werkstoffe,
Leder, Papier, Umwelt, Wasser und Ver- und Entsorgungsbetriebe. Vorsitzender
seit 2009 ist Michael Vassiliadis. Hervorgegangen ist die IG BCE 1997 aus einer
Fusion der IG Chemie-Papier-Keramik, der IG Bergbau und Energie und der
Gewerkschaft Leder.