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14.01.2019 – 09:05

IG BCE Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie

Unzureichendes Arbeitgeber-Angebot: ver.di und IG BCE rufen Beschäftigte im Uniper-Konzern erstmals zu Warnstreiks auf

+++ Achtung Sperrfrist: 14.01.2019, 12 Uhr +++

Die Gewerkschaften ver.di und IG BCE rufen die rund 5.000 Beschäftigten der Unternehmen des Uniper-Konzerns in ganz Deutschland ab Dienstag, den 15. Januar 2019, zu Warnstreiks auf - erstmals in der noch jungen Geschichte des Konzerns.

Die Arbeitgeber hatten in der zweiten Verhandlungsrunde im Dezember des vergangenen Jahres lediglich eine Erhöhung in zwei Stufen um 1,8 Prozent und ab 2020 um 2,2 Prozent bei einer Gesamtlaufzeit von 25 Monaten angeboten. Darüber hinaus soll die erste Erhöhung um 1,8 Prozent statt ab dem 1. Januar 2019 erst ab dem 1. Mai 2019 gelten.

"Dieses Angebot ist unzumutbar. Beschäftigte und Auszubildende werden einen Reallohnverlust nicht akzeptieren und haben darüber hinaus ein Recht, auch an dem wirtschaftlichen Wachstum und der steigenden Produktivität im Uniper Konzern teilzuhaben", sagte Holger Nieden, Verhandlungsführer der IG BCE. "Mit ihrer uneinsichtigen Haltung provozieren die Arbeitgeber das Scheitern der Verhandlungen." Deshalb habe die gemeinsame Sitzung der beiden Tarifkommissionen auch einstimmig für die Arbeitsniederlegung gestimmt.

Die nächste Verhandlungsrunde findet am Donnerstag, den 17. Januar 2019 in Düsseldorf statt. Zu diesem Termin sind auch die Tarifkommissionen beider Gewerkschaften eingeladen. Sie werden über den dann erreichten Verhandlungsstand beraten. "Wenn wir in der dritten Runde zu keiner Einigung kommen, ist ein unbefristeter Erzwingungsstreik nicht mehr ausgeschlossen", betonte Nieden.

Er erwartet nun Warnstreiks an mehreren Uniper-Standorten. Die IG BCE wird Aktionen für die Kraftwerke Scholven (Gelsenkirchen), Kirchmöser (Brandenburg a. d. Havel) und Schkopau organisieren, die gemeinsam für eine Kraftwerksleistung von mehr als 1,8 GW stehen. Einschränkungen in der Energieversorgung für den Großkunden Deutsche Bahn AG sowie für mehrere Industrieparks sind nicht ausgeschlossen, eine Notdienstvereinbarung wird angestrebt.

Den Auftakt bildet am Dienstag, den 15. Januar 2019, ein ganztägiger Warnstreik der Auszubildenden und der Beschäftigten am Sitz des Konzerns in Düsseldorf. Dort findet um 12.00 Uhr auch eine zentrale Kundgebung statt. Am folgenden Mittwoch werden dann die Beschäftigten an den jeweiligen Kraftwerksstandorten mit Beginn der Frühschicht zur befristeten Arbeitsniederlegung aufgerufen.

Uniper, eine Ausgründung aus dem e.on-Konzern, gehört zu den größten deutschen Stromproduzenten und betreibt bundesweit Kohle-, Gas- und Wasserkraftwerke. Die IG BCE fordert in der aktuellen Tarifrunde, die Vergütungen der Beschäftigten um 6 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten anzuheben. Die Ausbildungsvergütungen sind entsprechend angemessen pauschal zu erhöhen.

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Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie

Abt. Medien & Öffentlichkeitsarbeit

Katja Pflüger

Telefon: 0175 4892217

E-Mail: presse@igbce.de

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Scholven (Gelsenkirchen):

Sven Schnigge: 0173 6080697

Kirchmöser (Brandenburg a. d. Havel):

Rolf Erler: 0173 6080434

Schkopau:

Sylke Teichfuß: 0151 11346989

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Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
Verantwortlich: Lars Ruzic
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Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) ist mit rund 630.000
Mitgliedern die drittgrößte Gewerkschaft im Deutschen Gewerkschaftsbund. Zum
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Leder, Papier, Umwelt, Wasser und Ver- und Entsorgungsbetriebe. Vorsitzender
seit 2009 ist Michael Vassiliadis. Hervorgegangen ist die IG BCE 1997 aus einer
Fusion der IG Chemie-Papier-Keramik, der IG Bergbau und Energie und der
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