Soka Gakkai International

SGI-Präsident ruft zur Unterstützung der "Friedensverfassung" Japans auf

    Tokio (ots-PRNewswire) - Um seine langjährige Unterstützung des
Artikel 9 der japanischen Verfassung zu bestätigen, bittet der
Präsident der buddhistischen Glaubensgemeinschaft Soka Gakkai
International (SGI), Daisaku Ikeda, das japanische Volk inständig,
den Artikel gegen den Krieg "neu zu beleben und dessen Geist und
Prinzipien allgemein zu verbreiten". Diese Äußerung stammt aus dem
jährlichen Friedensappell der SGI-Führer, der heute anlässlich des
Jahrestages der Gründung der Organisation im Jahr 1975 veröffentlicht
wurde.
    
    In seinem Appell kritisiert Ikeda die Unfähigkeit Japans, während
der 55jährigen Geschichte der Nachkriegsverfassung, effektiv für den
Frieden einzutreten.
    
    Er führt dies auf eine "egoistische und letztlich trügerische Form
von Pazifismus" zurück, die sich nur um die Sicherheit des
japanischen Volkes kümmert und blind ist für die weiteren Belange
Asiens und der Welt.
    
    Da das "Recht", Krieg zu führen, lange als zentrales Element der
nationalen Souveränität angesehen wurde, besaß Japan in diesem Sinn
unter der Nachkriegsverfassung eine "Teil-Souveränität". Ikedas
Behauptung entsprechend solle dies als zukunftsweisendes Beispiel für
die freiwillige teilweise Übertragung von nationaler Souveränität an
die Vereinten Nationen gelten. Er appelliert an Japan, bei der
Einrichtung eines effektiven UN-basierten globalen Systems für
Sicherheit und Konfliktvermeidung eine Vorreiterrolle zu übernehmen.
    
    Sein Vorschlag unterstreicht auch die Schlüsselrolle, die Frauen
und staatliche Organisationen bei der Schaffung der Grundlagen für
dauerhaften Frieden inne haben. Darüber hinaus zwingt der Vorschlag
zu einem Überdenken der Entwicklungshilfe, wobei die Menschen in die
Lage von aktiv Beteiligten versetzt werden sollten, die an der
Entwicklung maßgeblich mitwirken, statt nur passive Empfänger von
Hilfe zu sein.
    
    Die Soka Gakkai International zählt über 12 Millionen Mitglieder
in 163 Ländern und Territorien. Ihre Bemühungen für Frieden sowie die
Aktivitäten in Kultur und Bildung wurzeln in den seit alters her
überlieferten humanitären Grundsätzen der buddhistischen Lehre.
    
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