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20.09.2019 – 19:08

UCB Pharma

Experten erachten Osteoporose als eine stille Epidemie, die vernachlässigt und unzureichend behandelt wird, besagt eine neue, heute veröffentlichte Umfrage

Brüssel (ots/PRNewswire)

- Osteoporose betrifft geschätzte 200 Millionen Personen weltweit1 und führt alle 3 Sekunden2 zu einer Fraktur. Dennoch zeigt eine neue Umfrage, dass Experten in Europa denken, die Auswirkungen von Osteoporose werden nicht entsprechend berücksichtigt.3

- 82 % der Experten sind der Meinung, Osteoporose sei eine stille Epidemie; dennoch glauben nur 24 % von ihnen, ihr Gesundheitssystem sei ausreichend vorbereitet, um Osteoporose Patienten zu unterstützen.3

- Mehr als die Hälfte (53 %) der Experten sind der Auffassung, ihre Patienten glauben, Osteoporose oder Knochenschwundfrakturen hätten für sie nur kurzfristige Auswirkungen3, trotz eindeutiger Hinweise auf langfristige Auswirkungen auf Lebensqualität und Unabhängigkeit.4, 5

Laut einer neuen europäischen Umfrage, die heute von UCB veröffentlicht wurde, sind Knochenspezialisten der Meinung, dass Osteoporose und Knochenschwundfrakturen von den Gesundheitssystemen vernachlässigt und nicht priorisiert würden. Zudem müssten Maßnahmen ergriffen werden.3 In der im August 2019 durchgeführten Umfrage wurden 401 Knochenspezialisten aus elf europäischen Ländern zu ihren Erfahrungen bezüglich des Managements von Osteoporose und Knochenschwundfrakturen befragt.3

Von den Befragten stimmten 66 % zu, dass Osteoporose eine vernachlässigte Krankheit darstelle und nur 10 % der befragten Spezialisten gaben an, ihre lokalen Gesundheitsbehörden würden Osteoporose und Knochenschwundfrakturen momentan vorrangig behandeln.3 Auf die Frage, ob die Krankheit eine Priorität der öffentlichen Gesundheit sein sollte, stimmte die Mehrzahl (90 %) zu. 91 % der Befragten gaben an, dass effektives Management die Ergebnisse verbessern und Kosten senken könne.3 Gegenwärtig ist Osteoporose bei Frauen über 45 Jahren im Vergleich zu vielen anderen Erkrankungen, einschließlich Diabetes und Brustkrebs, der Grund für eine erhöhte Anzahl an Krankenhausaufenthalten.6 2010 beliefen sich die Kosten für Knochenschwundfrakturen in der Europäischen Union auf 37 Mrd. EUR7 und werden sich entsprechend der demographischen Veränderungen bis 2050 vermutlich verdoppeln.1

"Diese Ergebnisse bestätigen, was viele von uns bereits wussten. Jahr für Jahr wird mehr Patientinnen und Patienten potenziell eine effektive Behandlung verwehrt, was sie schutzlos gegenüber lebensverändernden Frakturen macht. Wir brauchen eigene Richtlinienberatungsgruppen, um die nationalen Osteoporose Fachleute zu unterstützen sowie Patientengruppen, um effektive Ansätze einzuführen und um diese Priorisierungslücke für politische Entscheidungsträger, die Primärversorgung und Patienten zu überbrücken", kommentierte Dr. Kassim Javaid, Facharzt für Rheumatologie, University of Oxford. Während der eigentliche Schritt in der Prävention der ersten Fraktur liegt, haben koordinierte postfrakturale Versorgungsdienstleistungen wie der Fracture Liaison Service (Fraktur-Liaisondienst, FLS) begonnen, die Versorgungslücke zu schließen und erfolgreiche FLS-Modelle müssen international ausgebaut werden. Sobald diese Systeme eingerichtet sind, können FLS-Modelle dazu übergehen, Hochrisikogruppen zu identifizieren, um die erste Fraktur zu verhindern, was unser oberstes Ziel ist."

Die Umfrageergebnisse deuten auch darauf hin, dass Patienten nicht ausreichend über Osteoporose und ihre Auswirkungen informiert sind. Nur ein Drittel (33 %) der Spezialisten sind der Ansicht, dass ihre Patienten die langfristigen Auswirkungen von Osteoporose verstehen. Mehr als die Hälfte (53 %) gibt an, ihre Patienten gingen davon aus, dass nach der ersten Knochenschwundfraktur ein niedriges bis kein erhöhtes Risiko für nachfolgende Frakturen bestehe,3 Es gibt jedoch Belege dafür, dass nach dem Erleiden der ersten Fraktur eine fünfmal höhere Wahrscheinlichkeit besteht, sich innerhalb eines Jahres eine weitere Fraktur zuzuziehen.8 Schlimmer noch, von den Patienten, die eine Hüftfraktur erlitten haben , können 40 % nicht mehr selbstständig gehen9 und bis zu einem Viertel dieser Patienten sterben im ersten Jahr nach der Fraktur aufgrund von Komplikationen.10, 11

Darüber hinaus machte die Umfrage darauf aufmerksam, dass die Herausforderungen im Osteoporose Management auch auf der Ebene der Primärversorgung liegen können. Die Mehrzahl (84 %) der Spezialisten war der Meinung, dass ein erhöhtes Bewusstsein und Verständnis in puncto Osteoporose bei den Allgemeinmedizinern erforderlich sei und nur 32 % stimmten zu, dass diese bei Verdachtsdiagnosen von Osteoporose rechtzeitig überweisen.3

Da Osteoporose die häufigste Knochenerkrankung der Welt darstellt, die jedes Jahr zu mehr als 8,9 Millionen Knochenschwundfrakturen weltweit führt,12 muss mehr für die Aufklärung und Unterstützung von Allgemeinmedizinern und Patienten in Bezug auf Osteoporose und die Bedeutung von rechtzeitiger Überweisung und effektivem Management getan werden.

"Osteoporose Patienten können mit einem großen Verlust von Unabhängigkeit und einer verminderten Lebensqualität konfrontiert werden, insbesondere nach dem Erleiden einer Knochenschwundfraktur. Diese Umfrageergebnisse machen deutlich, dass die behandelnden Spezialisten der Meinung sind, dass nicht genug getan wird, um sicherzustellen, dass der Erkrankung Osteoporose im Gesundheitssystem die Priorität eingeräumt wird, die erforderlich ist", sagte Dr. Pascale Richetta, Head of Bone und Executive Vice President bei UCB. "Wir müssen mithelfen, um zu verhindern, dass diese stille Epidemie sich ausbreitet, indem wir politische Entscheidungsträger, Ärzte und Patienten besser über die langfristigen Auswirkungen von Osteoporose aufklären, damit die Krankheit effektiv behandelt und das Risiko für nachfolgende, sich wiederholende Frakturen gesenkt werden kann."

Über die Umfrage

UCB führte eine Umfrage unter Fachpersonen aus dem Gesundheitswesen mit einem Fachgebiet in der Knochenmedizin durch. Die Umfrage wurde im August bis September 2019 im Rahmen einer Initiative zur Untersuchung der Einstellungen und wahrgenommenen Priorisierung von Osteoporose und Knochenschwundfrakturen in elf wichtigen Industrieländern durchgeführt: Deutschland, Spanien, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Griechenland, Irland, Italien, Litauen, Niederlande, Polen und Rumänien. Es wurden 401 spezialisierte Fachpersonen aus dem Gesundheitswesen online über Osteoporose und Knochenschwundfrakturen befragt.

Über UCB

UCB, Brüssel, Belgien (www.ucb.com) ist ein weltweit tätiges biopharmazeutisches Unternehmen, das sich der Erforschung und Entwicklung von innovativer Medizin und Behandlungsmöglichkeiten in den Bereichen Zentrales Nervensystem, Immun- und Entzündungserkrankungen widmet, um Menschen mit schweren Krankheiten eine bessere Lebensqualität zu ermöglichen. UCB erreichte 2018 ein Umsatzvolumen von 4,6 Mrd. EUR und beschäftigt mehr als 7.500 Mitarbeiter in rund 40 Ländern. UCB wird an der Euronext Börse in Brüssel gehandelt (Symbol: UCB).

Verfolgen Sie unsere Kurznachrichten bei Twitter unter: @UCB_news.

Quellenangaben

 1. Reginster JY, Burlet N. Osteoporosis: A still increasing 
    prevalence. Bone. 2006 Feb;38 (2 Suppl 1):S4-9 
 2. Johnell O and Kanis JA (2006). Osteoporos Int 17:1726 
 3. SERMO. Osteoporosestudie für UCB 2019. 
 4. Bentler SE, et al. Am J Epidemiol. 2009;170:1290-1299. 
 5. Cosman F, et al. Osteoporos Int. 2014;25:2359-2381. 
 6. Kanis JA, Delmas P, Burckhardt P, et al. (1997). Osteoporos Int 
    7:390. 
 7. Hernlund E, Svedbom A, Ivergard M, Compston J, et. al. 
    10.1007/s11657-013-0136-1. 2013, 8(1-2):136 
 8. van Geel TA, van Helden S, Geusens PP, Winkens B, Dinant GJ. Ann 
    Rheum Dis 2009;68:99-102. 
 9. Magaziner J, Simonsick EM, Kashner TM, et al. J Gerontol 
    1990;45:M101. 
10. Cooper C, Atkinson EJ, Jacobsen SJ, et al. Am J Epidemiol 
    1993;137:1001. 
11. Leibson CL, Tosteson AN, Gabriel SE, et al. J Am Geriatr Soc 
    2002;50:1644. 
12. Ström O, Borgström F, Kanis JA, et al. Arch Osteoporos. 
    2011;6:59-155. doi: 10.1007/s11657-011-0060-1. 

Pressekontakt:

Für weitere Informationen: Werner Bleilevens
Leiter Unternehmenskommunikation
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