MFG Baden-Württemberg

Einsparungspotenziale durch elektronische Beschaffung
Veranstaltungsreihe für Kommunen und Mittelstand startet im Oktober

    Stuttgart (ots) - Neue Formen der Beschaffung über das Internet können der öffentlichen Hand helfen, Kosten zu sparen und zugleich die Abläufe zu optimieren. Das zeigt eine aktuelle Studie der MFG Baden-Württemberg im Rahmen der EU-Initiative EPROC. 50 Prozent der befragten Verwaltungen beurteilen das Potenzial der elektronischen Beschaffung (E-Procurement) im Hinblick auf die Prozessoptimierung positiv. Die Rechtssicherheit elektronischer Beschaffungsprozesse ist sogar für 64 Prozent der Befragten unstrittig. Um den Austausch zum Thema E-Procurement weiter zu fördern, startet die MFG Baden-Württemberg, das Kompetenzzentrum des Landes für IT und Medien, im Oktober 2005 die neue Veranstaltungsreihe "Forum Elektronische Beschaffung". Auftakt ist am 5. Oktober 2005, um 14.00-16.00 Uhr in Stuttgart mit einer Praxisdemonstration und einem Erfahrungsaustausch zu elektronischen Vergabeverfahren. Entscheider aus dem öffentlichen Bereich und mittelständische Unternehmen sind eingeladen.

    Der elektronische Einkauf bietet für Beschaffungsstellen in Kommunen wie auch für Lieferanten aus dem Mittelstand vielfältige Möglichkeiten, Kosten zu reduzieren und eine Professionalisierung voranzutreiben. Durch eine Optimierung der internen und externen Prozesse wird der Verwaltungsaufwand bei allen Beteiligten gesenkt. Dies wurde im Rahmen einer jetzt veröffentlichten Umfrage der MFG Baden-Württemberg durch 200 öffentlichen Einrichtungen und Kommunalverwaltungen in Deutschland eindrucksvoll bestätigt. 95 Prozent der Befragten zählen kleine und mittelständische Unternehmen zur ihren Lieferanten, deshalb ist hier der Erfahrungsaustausch besonders wichtig. Die Ergebnisse der Studie sind zusammen mit zahlreichen Fallbeispielen in der Publikation "E-Procurement in der öffentlichen Verwaltung" dokumentiert. Der Band kann unter www.doIT-online.de/sb kostenlos abgerufen und bestellt werden.

    Um den Austausch zum Thema E-Procurement weiter zu fördern, startet die MFG Baden-Württemberg ab Oktober 2005 die neue Veranstaltungsreihe "Forum Elektronische Beschaffung". Sie bietet Informationen zu aktuellen Trends in der Beschaffung speziell für öffentliche Verwaltungen und für mittelständische Unternehmen als Lieferanten. Die Teilnehmer erfahren in kompakten Vorträgen mehr über aktuelle Schwerpunktthemen und haben die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch mit anderen Beschaffungsexperten. Zu den Schwerpunktthemen der Vortragsreihe gehören z. B. technische Standards, E-Procurement-Systeme, Best-Practice-Beispiele sowie nachhaltige Beschaffung und regionale Wirtschaftsförderung. Das Forum Elektronische Beschaffung basiert auf Ergebnissen aus der EU-Initiative EPROC, die von der MFG mit Partnern aus mehreren Ländern umgesetzt wird.

    Beim Auftakttermin am 5. Oktober 2005 in Stuttgart stellt der Staatsanzeiger-Verlag die schrittweise elektronische Vergabe nach VOL vor. Die Teilnehmer erfahren, wie ein Vergabeverfahren von der Bekanntmachung bis zum Vergabevermerk ohne Medienbrüche durchgeführt werden kann. Anschließend bietet sich die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch. Interessenten können sich unter www.doIT-online.de/forum-eb anmelden; die Teilnahme ist kostenlos.

    Über EPROC

    Das Projekt EPROC wird von der MFG Baden-Württemberg gemeinsam mit fünf Partnern in vier nordwesteuropäischen Ländern betreut. Ziel der Initiative EPROC ist eine nachhaltige und bessere Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Einrichtungen als Auftraggeber und regionalen Unternehmen als Lieferanten durch den Einsatz von E-Procurement. Erste Schritte sind die Bestandsaufnahme der elektronischen Beschaffung in öffentlichen Einrichtungen sowie die Auswertung führender Best-Practice-Beispiele. Darüber hinaus werden kleine und mittelständische Unternehmen nach Ihren Erfahrungen und Wünschen sowie technischen und organisatorischen Voraussetzungen befragt. Weitere Informationen finden Sie unter www.eproc.org.

    EPROC wird realisiert im Rahmen des EU-Programms INTERREG IIIB Nordwest. INTERREG trägt dazu bei, den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt in der Europäischen Union zu stärken und die grenzübergreifende Zusammenarbeit von Städten und Regionen zu vertiefen.  Mehr erfahren Sie unter www.nweurope.org.

    Über die MFG Baden-Württemberg

    Die MFG Baden-Württemberg ist das Kompetenzzentrum des Landes für IT und Medien. Als Standortentwickler und Dienstleister ist die MFG in den vier Kompetenzfeldern Forschung und Lehre IT & Medien, IT- & Medienwirtschaft, IT & Medien in Wirtschaft und Verwaltung sowie Informationsgesellschaft aktiv. Angeboten werden zahlreiche Dienstleistungen von Beratung/Förderung über Projektmanagement und Weiterbildung/Veranstaltungen bis zu Kommunikation/Marketing. Zu den Kunden und Partnern gehören Unternehmen, Verbände, Hochschulen, Ministerien und öffentliche Einrichtungen aus ganz Europa. Mit über 40 hoch qualifizierten Mitarbeitern im Stuttgarter Bosch-Areal bewegt die MFG ein Geschäfts- und Fördervolumen von 10 Millionen Euro pro Jahr. Über 50 Prozent des Budgets werden durch Aufträge und Drittmittel erwirtschaftet.

Pressekontakt:
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Dr. Ansgar Zerfaß
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