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Deutscher Städte- und Gemeindebund e.V.

DStGB warnt vor Scheitern des Kindergipfels

Berlin (ots)

"Der Deutsche Städte- und Gemeindebund zeigt sich
enttäuscht, dass der Bund beim Ausbau der Kinderbetreuung jetzt 
offenbar von seinen Ankündigungen abrückt und nur noch eine 
Teilfinanzierung der Investitionskosten ins Auge fast", sagte der 
Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Dr. Gerd Landsberg, heute in 
Berlin.
Das ehrgeizige Ziel 300.000 zusätzliche Kinderbetreuungsplätze bis
zum Jahr 2013 zu schaffen, wird nicht erreicht werden, wenn sich der 
Bund nur an den Investitionskosten beteiligt und diese auch noch zu 
niedrig ansetzt. Nach Berechnungen der Kommunen sind 
Investitionskosten von ca. 5. Mrd. Euro erforderlich, während der 
Bund nur von 3,7 Mrd. Euro ausgeht. Die entscheidende Belastung für 
die Kommunen sind die dauerhaften Betriebskosten von über 3 Mrd. Euro
pro Jahr. Dazu gehören insbesondere die Personalkosten für 
qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das wichtige Ziel
einer hochwertigen Betreuung und Erziehung erfüllen müssen.
Landsberg warnte zugleich davor, erneut auf die sog. demografische
Rendite zu setzen, weil die Kinderzahlen zurückgehen. Es nützt einer 
Stadt, deren Bevölkerung wächst, nichts, wenn in einer weit 
entfernten anderen Stadt die Kinderzahl zurückgeht und damit 
Kindergartenplätze frei werden. Aus eigener Kraft können die Kommunen
über die schon erhöhten Anstrengungen im Rahmen des 
Tagesbetreuungsausbaugesetzes hinaus das ehrgeizige Ziel ohne 
deutliche Unterstützung des Bundes bei den Betriebskosten nicht 
erreichen.
Trotz sprudelnder Steuerquellen sind viele Städte und Gemeinden in
einer Haushaltsnotlage und finanzieren ihre Haushalte durch immer 
neue Schulden. Wenn die Politik denn Spielraum sieht, die 
Unterneh-men mit über 5 Mrd. Euro zu entlasten, muss sie auch die 
Kraft haben, die wichtige Zukunftsaufgabe Kinderbetreuung dauerhaft 
und solide zu finanzieren. Landsberg appellierte an die große 
Koalition, sich nicht mit immer neuen Ankündigungen gegenseitig zu 
übertreffen, sondern sich doch auf ein solides Finanzierungskonzept 
zu verständigen.

Pressekontakt:

Kontakt:

Franz-Reinhard Habbel
Sprecher des DStGB
Tel.: 030/77307-225
E-Mail: Franz-Reinhard.Habbel@dstgb.de

Original-Content von: Deutscher Städte- und Gemeindebund e.V., übermittelt durch news aktuell

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