Wort & Bild Verlag - Apotheken Umschau

Schleppende Palliativ-Versorgung
Trotz gesetzlichem Anspruch kommt die häusliche Fachpflege Todkranker kaum voran

Baierbrunn (ots) - Seit 2007 gibt es in Deutschland ein Gesetz, das Sterbenskranken einen Anspruch auf "spezialisierte ambulante Palliativversorgung" (SAVP) in den eigenen vier Wänden garantiert. Teams aus Ärzten und Pflegern sollten den Dienst als Ergänzung zu den niedergelassenen Ärzten anbieten. Doch fast vier Jahre danach haben die Krankenkassen erst 122 Verträge mit spezialisierten Anbietern geschlossen, etwas mehr als ein Drittel der geplanten 330 Verträge, berichtet die "Apotheken Umschau". Über die Gründe streiten sich Pflegedienste, Kassen und Politik. Das Angebot verlangte völlig neue Strukturen, und die Vorstellungen von Anbietern und Kostenträgern lagen oft weit auseinander. Patienten, die heute schon die ihnen zustehenden Leistungen in Anspruch nehmen möchten, sollten trotzdem auf ihre Krankenkasse zugehen und verlangen, dass ihnen ein Palliativteam gestellt wird. Der Hausarzt muss dies allerdings verordnen. Bietet eine gesetzliche Kasse SAVP nicht an, könnte sich der Berechtigte selbst ein Team suchen und es der Kasse unter bestimmten Umständen in Rechnung stellen. "Man sollte sich allerdings vorher vergewissern, ob die Krankenkasse nicht doch einen zugelassenen Leistungserbringer nennen kann", rät Udo Barske vom Bundesverband der AOK.

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