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09.02.2009 – 04:15

Wort & Bild Verlag - Gesundheitsmeldungen

ots.Audio: Daran krankt Europa: Mehr Chancengleichheit und Bildung statt mehr Medizin

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    MP3 - 875 kB - 01:14
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    Baierbrunn (ots)

    - Querverweis: Audiomaterial ist unter
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        http://www.presseportal.de/link/multimedia.mecom.eu abrufbar -

    In Zeiten der Wirtschaftskrise besinnt man sich wieder auf Werte wie soziale Gerechtigkeit oder Bildung für alle, um das Land fit für die Zukunft zu machen. Mehr Chancengleichheit hat auch einen medizinischen Vorteil, berichtet die Apotheken Umschau. Denn sie könnte in ganz Europa für mehr Gesundheit sorgen, so Chefredakteur Hans Haltmeier:

    O-Ton, 19 sec. "Die statistischen Daten die vorliegen besagen, dass generell in allen europäischen Ländern Menschen mit geringerer Bildung und geringerem Einkommen häufiger krank sind und früher sterben als Menschen aus der so genannten Oberschicht. Diese Entwicklung hat in den vergangenen Jahrzehnten sogar noch zugenommen."

    Zwar gibt es in den europäischen Ländern Gesundheitssysteme, durch die die meisten Menschen abgesichert sind. Aber wie gesund man lebt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel von der Bildung, wie viel man raucht oder trinkt und auch von der Arbeitssituation. Bei all diesen Dingen gibt es große nationale Unterschiede:

    O-Ton, 19 sec. "Zum Beispiel in Deutschland und Skandinavien ist Rauchen eher in der Unterschicht verbreitet, in Südeuropa hingegen rauchen alle Schichten gleichermaßen. Oder Thema Alkohol: Da ist es so, dass in Schweden zum Beispiel besonders die reicheren Leute viel Alkohol konsumieren und alkoholabhängig sind."

    Selbst Ärzte kommen deswegen laut Apotheken Umschau zu der Ansicht, dass man mehr Chancengleichheit braucht, um die Gesundheit in Europa zu verbessern:

    O-Ton, 33 sec. "Es wird nicht ausreichen, den Leuten zu predigen, "Hört mit dem Rauchen auf", denn das allein hilft nicht, zumindest nicht in allen Schichten. Und auch die Forderung nach mehr teurer Medizin wird sich nicht gleichermaßen in allen Bevölkerungsschichten durchsetzen. So ist es wahrscheinlich der einzige Weg, für eine bessere Verteilung der Einkommen zu sorgen, für eine bessere und frühere Bildung, und für einen leichteren Zugang zur Gesundheitsversorgung für alle Personen und auch da ist in Deutschland noch viel zu tun."

    Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern gibt es in Deutschland kein zentrales Register, das Angaben zu Beruf und Todesursache zusammenfasst, kritisiert Haltmeier. Solche statistischen Daten würden zwar vermutlich viele unbequeme Fragen aufwerfen, sie könnten aber auch Lösungen aufzeigen, um eine bessere Gesundheit für alle zu schaffen.

    ACHTUNG REDAKTIONEN:        Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Wir bitten jedoch um einen Hinweis, wie Sie den Beitrag eingesetzt haben an desk@newsaktuell.de.

Pressekontakt:
Ruth Pirhalla
Tel. 089 / 744 33 123
Fax 089 / 744 33 459
E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de
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