Wort & Bild Verlag - Apotheken Umschau

ots.Audio: Mein Recht als Patient: Was tun, wenn es Probleme mit dem Arzt gibt?

Ein Audio

  • patientenrecht.mp3
    MP3 - 1,0 MB - 01:08
    Download

    Baierbrunn (ots) -

    - Querverweis: Audiomaterial unter
        http://www.presseportal.de/audio und
        http://www.presseportal.de/link/multimedia.mecom.eu abrufbar -

    "Halbgötter in Weiß", so nannte man früher die Ärzte und man fühlte sich als Patient oft ziemlich unbedeutend ihnen gegenüber. Heute sind die Patienten selbstbewusster. Das liegt auch daran, dass man für seine Gesundheit immer mehr aus eigener Tasche zahlen muss. Außerdem kann man mittlerweile im Internet vergleichen, welche Ärzte und Krankenhäuser einen guten Ruf haben. Auch Hans Haltmeier, Chefredakteur der Apotheken Umschau, empfiehlt Patienten, ihre Rechte selbstbewusst wahrzunehmen. Wer etwa mit seinem Arzt unzufrieden ist, kann jederzeit wechseln:

    O-Ton 24 sec. "Unabhängig davon, ob Sie Kassenpatient sind oder privat versichert, haben Sie eine freie Arztwahl. Da müssen Sie allerdings beachten, wenn Sie ohne Überweisung zu einem Facharzt zum Beispiel wechseln, dann müssen Sie noch einmal Praxisgebühr bezahlen. Man sollte auch nicht zu häufig wechseln. Das so genannte Doktor-Hopping ist nicht empfehlenswert, man kann nicht so lange den Arzt wechseln, bis einem die Diagnose passt."

    Wenn man das Gefühl hat, falsch behandelt worden zu sein, kann man das nachprüfen. Schließlich hat jeder Arzt die Pflicht, eine vollständige Patienten-Akte zu führen:

    O-Ton 21 sec. "Zunächst müssen Ärzte die gesamte Behandlung dokumentieren, das heißt alle Untersuchungen, Befunde, Röntgenbilder, Medikamente oder den Krankheitsverlauf genau nachvollziehbar machen. Diese Unterlagen müssen zehn Jahre aufbewahrt werden, als Patient können Sie jederzeit und auch ohne besondere Begründung diese Unterlagen einsehen."

    Wenn es zum Streit mit einem Arzt kommt, sollte man zunächst versuchen, das Problem persönlich zu klären. Wer Schadensersatz verlangen will, kann natürlich auch eine Klage einreichen. Doch das kann teuer werden und man weiß nicht, wie der Fall ausgeht:

    O-Ton 16 sec. "Nur im äußersten Notfall sollte man vor Gericht ziehen. Das ist aber ja immer mit einem hohen Risiko verbunden. Wenn beide Parteien damit einverstanden sind, dann wäre da der bessere Weg, zur Schlichtungsstelle der Ärztekammer zu gehen."

    Unterstützung beim Streit mit Ärzten bieten auch Krankenkassen, Verbraucherzentralen oder die Unabhängige Patientenberatung Deutschland, kurz UPD, so die Apotheken Umschau. Die UPD ist gemeinnützig, arbeitet bundesweit und berät kostenlos. Näheres im Internet unter www.upd-online.de.

    ACHTUNG REDAKTIONEN:        Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Wir bitten jedoch um einen Hinweis, wie Sie den Beitrag eingesetzt haben an desk@newsaktuell.de.

Pressekontakt:
Ruth Pirhalla
Tel. 089 / 744 33 123
Fax 089 / 744 33 459
E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de
www.gesundheitpro.de
www.wortundbildverlag.de

Original-Content von: Wort & Bild Verlag - Apotheken Umschau, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Wort & Bild Verlag - Apotheken Umschau

Das könnte Sie auch interessieren: