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21.08.2007 – 10:05

Wort & Bild Verlag - Gesundheitsmeldungen

Privat oder Kassenpatient - weniger wichtig - Stärkeren Einfluss auf die Gesundheit haben die Lebensverhältnisse

Baierbrunn (ots)

Die "Zweiklassenmedizin" beeinflusst den
Gesundheitszustand eines Menschen längst nicht so stark, wie oft 
angenommen wird. Ob jemand privat oder gesetzlich krankenversichert 
ist, spielt eine weniger wichtige Rolle, sagt Professor Olaf von dem 
Knesebeck vom Institut für Medizinsoziologie des 
Universitätsklinikums Eppendorf, Hamburg, in der "Apotheken Umschau".
"Viel folgenreicher sind die Lebensverhältnisse und persönliche 
Verhaltensweisen." Wohnung, Arbeitsplatz, Bewegungs- und 
Ernährungsverhalten seien wesentlichere Faktoren. "Weil die sozial 
schwachen Schichten zum Beispiel Wohnungen und Arbeitsplätze haben, 
die der Gesundheit eher nicht förderlich sind, ist ihre statische 
Lebenserwartung bis zu neun Jahre kürzer als die privilegierter 
Schichten", sagt der Medizinsoziologe. Er räumt auch auf mit der 
Vorstellung, der gestresste Manager lebe besonders ungesund. 
Herzinfarkte etwa seien ein Problem der unteren Berufsgruppen, "in 
denen Stress zerstörerischer erlebt wird, wo viel geraucht, zu fett 
gegessen und zu wenig Sport getrieben wird".
Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei
Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 8/2007 B liegt in den 
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an Kunden abgegeben.
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