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02.05.2005 – 10:00

TransFair e.V.

10 Jahre RUGMARK-Teppiche
Erfolgreiches Pionierprojekt gegen Kinderarbeit

    Berlin (ots)

RUGMARK, das Siegel für kinderarbeitsfreie Teppiche, überwacht zehn Jahre nach seiner Gründung in Nepal 65 Prozent und in Indien 25 Prozent der Teppichproduktion. Durch die Einführung des Sozialsiegels wurde die Ausbeutung von Kindern in den Teppichknüpfereien entscheidend zurückgedrängt. Der Zusammenschluss von Teppichherstellern, Handelshäusern und den Hilfsorganisationen terre des hommes, Misereor, Brot für die Welt und UNICEF hat allein in Deutschland in den letzten zehn Jahren 3,5 Millionen RUGMARK-Teppiche verkauft.

    Anlässlich des zehnten Geburtstages des Sozialsiegels ruft UNICEF-Botschafterin Sabine Christiansen auf, kritisch nach Herstellungsbedingungen von Produkten zu fragen und die Einhaltung von Sozialstandards bei Kaufentscheidungen zu berücksichtigen. "Jeder kann etwas gegen Kinderarbeit tun. Werfen Sie vor dem Kauf einen Blick unter den Teppich und achten Sie auf das RUGMARK-Zeichen", sagte Sabine Christiansen bei der Übergabe des 3,5-millionsten Teppichs durch die 17-jährige ehemalige Kinderarbeiterin Kamala Lama aus Nepal.

    Viele Importeure erkannten die RUGMARK-Initiative als Weg, gegenüber ihren Kunden soziale Verantwortung zu dokumentieren. Bereits 1996 hatten Karstadt, Kibek und die Otto Group die RUGMARK-Teppiche in ihr Sortiment aufgenommen.

    "Im Zuge unserer ethischen und verantwortungsbewussten Unternehmensführung achten wir bei der Ausgestaltung unserer Handelsbeziehungen grundsätzlich auf die Einhaltung sozialer Standards. Das RUGMARK-System ist auch deshalb so erfolgreich, weil es sozialen Ansprüchen zum Durchsatz verhilft, ohne die notwendige ökonomische Machbarkeit aus den Augen zu verlieren" erklärte Dr. Michael Otto, Vorstandsvorsitzender Otto Group.

    Allerdings macht auch dem Sozialsiegel die weltweite Absatzkrise im Teppichhandel zu schaffen. Gleichzeitig strich das Entwicklungshilfeministerium Ende 2003 die Unterstützung. "RUGMARK braucht die intensive Zusammenarbeit von Unternehmen, staatlicher Entwicklungshilfe und Hilfswerken", sagte Dieter Overath, Geschäftsführer von RUGMARK Deutschland. "Die geringe Importabgabe der Lizenznehmer allein reicht nicht aus, um die Zukunft des erfolgreichsten Pionierprojekts gegen Kinderarbeit zu sichern."

    Mit den Lizenzgebühren finanziert RUGMARK Kontrollen der Knüpfbetriebe, sowie Rehabilitations- und Ausbildungsprogramme für ehemalige Kinderarbeiter.

Pressekontakt: Claudia Brück, 0221-94204031

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