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Alles Banane! Banana Fairtour macht Halt auf dem Rudolfplatz in Köln

Banana Fairtour am Rudolfplatz in Köln. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/52482 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/TransFair e.V./Daniel Caspari"

Köln (ots) - Mehr fair gehandelte Bananen auf den Markt, das fordert TransFair e.V. mit der "Banana Fairtour" durch zehn deutsche Städte. In Köln machte der gelbe Oldtimer-Bus Station in der Grundschule Irisweg und an der Kaiserin-Augusta-Schule. Begleitet von fahrradfahrenden Bananen erreichte die Banana Fairtour anschließend den Rudolfplatz. Gemeinsam mit zwei Produzentenvertretern aus Peru wurden dort Passanten mit fairen Bananen und Informationen versorgt. "Der Bananenanbau steht vor dem Kollaps", erklärte TransFair-Geschäftsführer Dieter Overath, "Die Produktionskosten und der Preisdruck auf die Produzenten steigen, aber hierzulande werden Bananen seit Jahren zu Billigpreisen angeboten. Die Produzenten brauchen dringend unsere Unterstützung." Am 26. September endet die Banana Fairtour in Hamburg mit einer großen Aktion am Hamburger Michel.

1000 fair gehandelte Bananen für Kölner Schüler und Passanten

Gut 50 Kilo pro Bananenstaude? Die Schüler der Kaiserin-Augusta-Schule waren verblüfft. "So viel wie ich", meinte eine Schülerin. Im Rahmen der Fairen Woche reisten die Kleinbauern Jimmy Yarly Nunjar Quevedo und Juan Aquino Vilchez nach Deutschland und berichten bei verschiedenen Veranstaltungen über ihren Alltag im Bananenanbau. "Es ist sehr viel Arbeit, aber es lohnt sich", erklärte Vilchez den Schülern in Köln. Denn ihre Kooperative in Peru baut Bananen nach Bio- und Fairtrade-Standards an. Die Bauern profitieren von stabilen Preisen und der Prämie und haben den Export selbst in der Hand - das schafft ein einzelner Bauer nicht. Das feste Einkommen ermöglichte Vilchez, sein Haus zu renovieren. Jedes seiner vier Kinder kann die Schule besuchen und durch Weiterbildungen steigerte die gesamte Bauerngenossenschaft ihre Erträge. Der Bauer ist überzeugt: "Der Bananenexport über den Fairen Handel ist unsere Zukunft." Nach dem Schulbesuch fuhren die Besucher aus Peru mit dem gelben Oldtimer-Schulbus gen Rudolfplatz. Und das nicht allein: Gut 20 fahrradfahrende Bananen begleiteten die Banana Fairtour und verteilten dort fair gehandelte Bananen.

Gefährlicher Preisdruck: Für die Banane ist es 5 vor 12

Die Banana-Fairtour dient als Auftakt zu weiteren Aktivitäten: Im Oktober startet das Bananenforum. TransFair bringt Importeure, Händler, Zivilgesellschaft und Politik an einen Tisch, um Ansatzpunkte für eine nachhaltigere Lieferkette zu finden. Denn seit Jahren steigt der Preisdruck und wird in der Lieferkette weitergereicht. Eine Politik mit fatalen Folgen in den Anbauländern, wie zunehmend prekäre Lohn- und Arbeitsbedingungen, fehlende Planungssicherheit und starke Umweltbelastungen. "Es wird Raubbau betrieben an der Natur und an den Menschen. Wenn wir in Zukunft nicht auf die Tropenfrucht verzichten wollen, muss sich schnellstens etwas ändern", betonte Dieter Overath. Die Standards des Fairen Handels schreiben Mindestpreise, Sozialprämien und schonenden Umgang mit Umwelt und Ressourcen vor und helfen, den Bananenhandel langfristig zu sichern.

   Kommende Tourdaten der Banana-Fairtour 
   20.09.2014: Mainz, 10-15 Uhr Gutenbergplatz, vor dem Staatstheater
   
   22.09.2014: Neuss, 13 - 15 Uhr Markt Neuss 

   23.09.2014: Düsseldorf, 9.15 - 15 Uhr "Schultour" mit Halt an vier
               Schulen 
   24.09.2014: Dortmund, 11 Uhr Marktplatz Dortmund-Hombruch 

   25.09.2014: Bremerhaven, 14-16 Uhr Klimahaus, Am Strom 1, 
               Bremerhaven, Doppelauszeichnung von Bremerhaven und 
               Bremen zu Fairtrade-Towns (Ganz Bremen wird fair!) 

   26.09.2014: Hamburg, ab 11.30 Uhr am Michel (St. Michaelis), 
               Wincklerstraße Große Abschlusskundgebung. 11.55 Uhr 
               Anhalten der Uhr des Michels: "Es ist 5 vor 12 für den
               Bananenhandel!". 
   Gäste: zweite Hamburger Bürgermeisterin Dr. Dorothee Stapelfeldt 
          und zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützer. 

Weitere Informationen

Weitere Bilder und Hintergrundmaterialien finden Sie in der Pressemappe unter www.fairtrade-deutschland.de/top/presse/pressemappen/

Alle Informationen zur Kampagne erhalten Sie unter www.banana-fairday.de.

Pressekontakt:

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Claudia Brück
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