TransFair e.V.

TransFair reist durch zehn Städte für den Fairen Handel mit Bananen
Hannes Jaenicke gibt in München den Startschuss zur Banana Fairtour

Auftakt Banana Fairtour 2014 Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/52482 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/TransFair e.V./TransFair e.V. / Inge Wittenzell"

München (ots) - Bananen sind krumme Dinger. Aber warum? Weil die Produktionskosten und der Preisdruck auf die Produzenten stetig steigen, während hierzulande Bananen seit Jahren zu Billigpreisen angeboten werden. Die Existenzgrundlage der Bananenproduzenten steht auf dem Spiel. Mehr fair gehandelte Bananen auf den Markt, das fordert TransFair deshalb bei der Banana Fairtour durch zehn deutsche Städte. Den Startschuss zur Tour im gelben Oldtimer-Schulbus gab Hannes Jaenicke in München. "Jeder von uns kann seinen Teil dazu beitragen, dass tausende Kleinbauernfamilien in den Anbauländern ihre Existenzgrundlage sichern können", sagte er. Gemeinsam mit Produzentenvertretern aus Peru und TransFair-Geschäftsführer Dieter Overath verteilte er faire Bananen an der Carl-von-Linde-Realschule und informierte über die Situation in den Anbauländern. Am 26. September endet die Reise mit dem Banana Fairday in Hamburg.

Hannes Jaenicke unterstützt Fairtrade

Im Juni besuchte Schauspieler Hannes Jaenicke Bananenbauern in Peru. Eine Reise, die tiefe Eindrücke hinterließ. Er lernte den Bananenbauer Juan Aquino Vilchez kennen, der mit Hilfe der Mehreinnahmen des Fairen Handels seine Hütte zu einem Haus ausbauen konnte. Alle vier Kinder können die Schule besuchen und durch Weiterbildungen steigerte die ganze Bauerngenossenschaft ihre Erträge. "Das war für mich die Schlüsselerfahrung: Zu sehen, dass diese kleine Entscheidung, ein Fairtrade-Produkt zu kaufen, hier vor Ort so viel bewegen kann", so Jaenicke. Beim Tour-Auftakt in München gab es ein Wiedersehen mit Juan Aquino Vilchez. Dieser reiste zur Fairen Woche nach Deutschland und wird in den nächsten Wochen bei verschiedenen Veranstaltungen über den Bananenanbau in Peru berichten.

Gefährlicher Preisdruck: Für die Banane ist es 5 vor 12

Als Exportfrucht ist die Banane Existenzgrundlage für mehrere Hunderttausend Kleinbauernfamilien und Beschäftigte auf Plantagen. Bei uns dient sie dagegen als Lockvogelangebot und wird zu Niedrigpreisen angeboten. Der Preisdruck wird in der Lieferkette weitergereicht. Eine Politik mit fatalen Folgen in den Anbauländern, wie zunehmend prekäre Lohn- und Arbeitsbedingungen, fehlende Planungssicherheit und starke Umweltbelastungen. "Es wird Raubbau betrieben an der Natur und an den Menschen. Der Anbau steht auf dem Spiel, weil sich die Arbeit für die Bauern nicht lohnt. Für die Aufzucht in Monokulturen werden massiv Pestizide eingesetzt. Wenn wir in Zukunft nicht auf die Tropenfrucht verzichten wollen, muss sich schnellstens etwas ändern", betonte Dieter Overath. Am Banana Fairday in Hamburg wird zum Abschluss der Fairen Woche die Uhr des Michels mit einem großen Banner verkleidet. Die Botschaft: Für die Banane ist es 5 vor 12! Die Fairtrade-Standards schreiben Mindestpreise, Sozialprämien und schonenden Umgang mit Umwelt und Ressourcen vor und helfen, den Bananenanbau langfristig zu sichern.

Besuch aus Peru im Rahmen der Fairen Woche

Die Gäste der Fairen Woche Juan Aquino Vilchez und Jimmy Yarly Nunjar Quevedo sind Mitglieder der Kooperative Acproboquea in Peru, die Bananen nach Bio-und Fairtrade-Standards anbaut. Die Genossenschaft profitiert von stabilen Preisen und der Fairtrade-Prämie und hat den Export selbst in der Hand - das schafft ein einzelner Bauer nicht. "Es ist sehr viel Arbeit, aber es lohnt sich", so Vilchez über den Bananenanbau. Der Bauer ist überzeugt: "Der Bananenexport über den Fairen Handel ist unsere Zukunft". Die Banana Fairtour ist Auftakt zu weiteren Aktivitäten: Im Oktober startet das Bananenforum. Akteure entlang der Bananenlieferkette, also Importeure, Händler und Konsumenten, setzen sich an einen Tisch, um Ansatzpunkte für eine nachhaltigere Wertschöpfung zu finden.

Weitere Informationen:

   - Details zu Banana-Fairday und -Tour unter www.banana-fairday.de
   - Audio- und Video-Material rund um das Thema Bananen, Statements
     von Produzenten, Hannes Jaenicke und Dieter Overath unter
  http://ots.de/DAhPp und http://ots.de/7uHzC
   - Fragen zum Fairen Handel in Bayern beantwortet das Eine Welt
     Netzwerk Bayern e.V. unter www.fairerhandel-bayern.de 
    Stationen der Banana Fairtour: 
    16.09.2014    München, Carl-von-Linde Realschule, 26, 10-11 Uhr,
                  Rindermarkt 12-15 Uhr 
    17.09.2014    Stuttgart, 8-10 Uhr Bezirksrathaus Degerloch 
    18.09.2014    Saarbrücken, 13.15-15 Uhr Fußgängerzone,
                  Bahnhofstr./Reichsstr. 
    19.09.2014    Köln, 12.30 - 15.30 Uhr Rudolfplatz 
    20.09.2014    Mainz, 10-15 Uhr Gutenbergplatz, vor dem
                  Staatstheater

    22.09.2014    Neuss, 13 - 15 Uhr Markt Neuss 
    23.09.2014    Düsseldorf, 9.15 - 15 Uhr "Schultour" mit Halt an
                  vier Schulen 
    24.09.2014    Dortmund, 11 Uhr Marktplatz Dortmund-Hombruch 
    25.09.2014    Bremerhaven, 14-16 Uhr  Klimahaus, Am Strom 1,
                  Bremerhaven,Doppelauszeichnung von Bremerhaven und
                  Bremen zu Fairtrade-Towns (Ganz Bremen wird fair!) 
    26.09.2014    Hamburg, ab 11 Uhr am Michel (St. Michaelis),
                  Wincklerstraße Große Abschlusskundgebung. 11.55 Uhr
                  Anhalten der Uhr des Michels: "Es ist 5 vor 12 für
                  den Bananenhandel!".
                  Gäste: zweite Hamburger Bürgermeisterin Dr.
                  Dorothee Stapelfeldt und zahlreichen
                  Unterstützerinnen und Unterstützer. 

Hintergrund:

Die Faire Woche ist ein bundesweiter Aktionszeitraum rund um das Thema Fairer Handel. Bei rund 5.000 Veranstaltungstagen von Weltläden, Aktionsgruppen, Supermärkten, Kantinen und Einzelpersonen informieren sich fast eine Millionen Menschen über den Fairen Handel. Veranstalter der Fairen Woche ist das Forum Fairer Handel in Kooperation mit TransFair e.V. und dem Weltladen Dachverband. Gefördert durch: BMZ, EED/Brot für die Welt und MISEREOR. www.faire-woche.de

TransFair e.V. wurde 1992 mit dem Ziel gegründet, benachteiligte Produzentengruppen in Entwicklungsländern zu unterstützen. Als unabhängige Organisation handelt TransFair nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte und fördert das Bewusstsein für einen nachhaltigen Konsum. Produkte mit dem Fairtrade-Siegel gibt es bundesweit in 42.000 Geschäften. Über 20.000 gastronomische Betriebe schenken Fairtrade-Kaffee und -Kakao aus. www.fairtrade-deutschland.de

Internationales Netzwerk und Kontrollen: TransFair gehört zum internationalen Verbund Fairtrade International (FI), in dem Initiativen aus 25 Ländern und die drei kontinentalen Produzentennetzwerke zusammengeschlossen sind. Unter Beteiligung aller Stakeholder setzt FI die Fairtrade-Standards fest, unterstützt und berät die Produzentengruppen vor Ort. Alle beteiligten Akteure werden regelmäßig von FLOCERT GmbH kontrolliert. FLOCERT arbeitet mit einem unabhängigen, transparenten und konsistenten Zertifizierungssystem nach den Anforderungen der Akkreditierungsnorm ISO 65 (DIN EN 45011). www.fairtrade.net // www.flocert.net

Pressekontakt:

Claudia Brück

stellvertr. Geschäftsführerin
Leitung Kommunikation, Politik und Kampagnen
Pressesprecherin

TransFair e.V. (Fairtrade Deutschland)
Remigiusstraße 21
50937 Köln
Telefon +49 221 94 20 40-31
Fax +49 221 94 20 40-40
www.fairtrade-deutschland.de

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