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16.02.2012 – 11:24

TransFair e.V.

Fairtrade auf der BioFach
Rund 65 Prozent der Fairtrade-Produkte trugen 2011 ein Bio-Siegel, eine Steigerung von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr

Köln (ots)

Fairtrade und Bio passen gut zusammen! Das zeigt der hohe Bio-Anteil im Fairtrade-Sortiment."Armut ist der größte Feind der Umwelt.", so TransFair-Geschäftsführer Dieter Overath auf der Leitmesse für Bioprodukte 'BioFach' in Nürnberg. "Eine nachhaltige Entwicklung ist nur innerhalb eines funktionierenden Ökosystems möglich. Deshalb gibt es bei Fairtrade neben sozialen und ökonomischen Richtlinien auch strenge Umweltkriterien." Klimawandel und seine Auswirkungen auf Kleinbauern und Arbeiter sind große Herausforderungen für den Fairen Handel. Durch "Insetting" haben Fairtrade-zertifizierte Händler die Möglichkeit, CO2-Emissionen innerhalb der Fairtrade-Wertschöpfungskette zu kompensieren und dadurch zu höherer Nachhaltigkeit im System beizutragen. Außerdem eröffnen sich durch Insetting neue Verdienstmöglichkeiten für Produzenten.

Ziel von Fairtrade ist es, die Produzenten dort abzuholen, wo sie in ihrer Entwicklung stehen. Der Faire Handel fördert die Umstellung auf biologischen Anbau durch höhere Mindestpreise und höhere Prämien für Bio-Produkte. Einmal im Fairtrade-System, machen sich viele Produzentenorganisationen auf den Weg zum Bio-Zertifikat. Je nach Produktgruppe sind die Bio-Anteile unterschiedlich hoch. 76 Prozent des fair gehandelten Kaffees tragen ein Bio-Siegel, bei Fairtrade-Bananen sind es 100 Prozent. Auch bei Tee ist mit 79 Prozent ein Großteil biologisch angebaut.

Auf den Spuren des Fairtrade-Tees in Indien

Indien, das Schwerpunktland der BioFach, ist ein wichtiger Partner für den Fairen Handel. Ein Großteil des Fairtrade-Tees stammt aus indischen Anbaugebieten. Als Produzentenberater für Fairtrade International in Indien ist Raju Ganapathy erster Ansprechpartner für Produzentenorganisationen. "Für die Produzenten sind die Absätze über den Fairen Handel enorm wichtig", sagte er auf der Messe. "Nur so erhalten sie die Fairtrade-Prämie, um Projekte zu realisieren und dadurch ihren Lebensstandard zu verbessern."

Pressekontakt:

Claudia Brück
TransFair e.V.

Tel.: 0221/94 20 40-31
Fax.: 0221/94 20 40-40

www.fairtrade-deutschland.de

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