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Ohoven: "Ausbildungsmotor Mittelstand entlasten"

    Berlin (ots) - Anlässlich des heutigen Treffens des Lenkungsausschusses Ausbildungspakt in Berlin erklärt der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven:

    "Der Ausbildungspakt hat sich bislang bewährt. Es ist dem Mittelstand dank großer Anstrengungen gelungen, seiner Rolle als Ausbildungsmotor trotz schwieriger Konjunkturlage gerecht zu werden. Die Klein- und Mittelbetriebe bilden heute acht von zehn Azubis in Deutschland aus."

    Mittelfristig noch mehr Lehrstellen zu schaffen, sei für die Unternehmer nur dann möglich, wenn die Ausbildungsfähigkeit der Schulabgänger verbessert und die Betriebe bei den Kosten für Lehrstellen entlastet würden, so der Mittelstandspräsident. Derzeit kostet ein Azubi den Betrieb durchschnittlich 16.000 Euro im Jahr.

    Das aktuelle Marburger Mittelstands-Barometer, eine Umfrage des BVMW und der Uni Marburg unter mehr als 2.200 Mittelständlern, hat ergeben, dass die Suche nach qualifiziertem Nachwuchs im Jahresvergleich erneut schwieriger geworden ist. "Viele Jugendliche bringen erhebliche Defizite im Lesen, Schreiben und Rechnen von der Schule mit. Oftmals, das beklagen die Ausbilder immer wieder, fehle es ihnen auch an Disziplin und Leistungswillen", so Ohoven.

    Ohoven empfahl in diesem Zusammenhang die Einführung eines leistungsabhängigen Lehrlingsentgelts. "Dabei wird eine Grundvergütung von rund 300 Euro für jeden Azubi durch Zuschläge für gute Leistungen in Berufsschule und Betrieb ergänzt. So könnten die Unternehmen entlastet und die Azubis zu besseren Leistungen motiviert werden", sagte Ohoven.

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