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Aufschwung nicht durch hohe Arbeitskosten gefährden
ifo-Chef Sinn exklusiv: "Wir brauchen dringend niedrigere Löhne"

    Berlin (ots) - "Deutlich mehr Zurückhaltung in der Lohnpolitik" hat der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, bei den Gewerkschaften für 2006 angemahnt. "Lohnforderungen von fünf Prozent passen nicht in die konjunkturelle Landschaft. Der sich endlich abzeichnende vorsichtige Aufschwung darf nicht gefährdet werden."

    Noch weiter geht der Präsident des ifo-Instituts, Prof. Dr. Hans-Werner Sinn, in einem Exklusivinterview mit dem Magazin "Der MITTELSTAND": "Wir brauchen dringend niedrigere Löhne, damit die Investitionsgüternachfrage wieder anspringt. Im zweiten Schritt wird dies auch Jobs schaffen und damit die Konsumgüternachfrage stimulieren." Insbesondere weil die Unternehmen immer weniger Investitionsgüter kaufen, lahme die Binnennachfrage. Deutschland weise heute die niedrigste Nettoinvestitionsquote aller entwickelten Länder dieser Erde auf, so Sinn.

    Damit die Klein- und Mittelbetriebe aber wieder mehr investieren können, müssten die wirtschafts- und sozialpolitischen Rahmenbedingungen mittelstandsfreundlicher werden, betont Ohoven. "Da passt es schlecht ins Bild, wenn durch höhere Sozialbeiträge und überzogene Lohnanhebungen die Arbeitskosten weiter steigen."

    Das vollständige Interview von Prof. Sinn finden Sie in der aktuellen Ausgabe (6/05) des BVMW-Unternehmermagazins "Der MITTELSTAND" oder im Internet unter www.bvmwonline.de.

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