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10.10.2005 – 15:57

Reporter ohne Grenzen e.V.

Starfoto - Prominente für die Pressefreiheit Von Gerlind Vollmer

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    MP3 - 1,8 MB - 01:59
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    Berlin (ots)

    - Querverweis: Das Tonmaterial wird über ors versandt und ist unter
        http://www.presseportal.de/audio.html abrufbar -

    Anmoderationsvorschlag: Statt vor der Kamera einmal hinter der Kamera stehen und dann noch nicht einmal wissen, was dabei herauskommt. Das klingt erst einmal nicht besonders attraktiv. Dennoch haben 40 Stars  - unter ihnen Veronica Ferres, Dietmar Bär und Hannelore Elsner eine Einwegkamera in die Hand genommen und so lange auf den Auslöser gedrückt, bis die Kamera voll war. Und zwar für einen guten Zweck, für die Aktion STARFOTO - Bilder für die Pressefreiheit. Die Kameras werden ab dem heutigen Montag zugunsten der Menschenrechtsorganisation "Reporter ohne Grenzen" bei e-bay versteigert. Am 18. Oktober ist das große Finale im Berliner Wintergarten-Varieté. Reporter ohne Grenzen hofft, den großen Erfolg vom vergangenen Jahr wiederholen zu können. Damals kamen durch die Versteigerungen der Kameras 42.000 Euro zusammen. Gerlind Vollmer über eine ungewöhnliche Aktion und ihre Hintergründe. --------------------------------------------------------------------- Sprecher: Der Maler Norbert Bisky hat Schatten auf Nacken fotografiert, Veronika Ferres hat ihre Freunde vor die Kamera gestellt, Katja Riemann war in Marokko auf Bilder-Pirsch und Tagesthemen-Moderator Ulrich Wickert hat das neue Studio-Design der ARD vor die Linse geholt. Sie alle und 40 weitere Prominente aus Medien, Showbusiness, Sport und Bildender Kunst haben ihre Zeit und Kreativität für die Aktion "Starfoto - Bilder für die Pressefreiheit" der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Schauspielerin Katja Riemann erklärt, warum sie bei "Starfoto" mitmacht: O-Ton 1, Katja Riemann, Filmstar und Musikerin "Weil es um Freiheit geht; es geht in diesem Fall um Pressefreiheit. Ich glaube, dass Freiheit grundsätzlich ein hohes Gut ist, ohne das wir nicht leben können. Ohne Freiheit können wir nicht leben. Ich kenne das in meiner Arbeit als Künstlerin. Künstlerische Freiheit wird nicht besonders groß geschrieben. Und ich weiß um die Situation in oppressierten Ländern, wie Menschen versuchen, zu Bericht erstatten und dafür auch ihr Leben lassen. Wie sagt man, es gibt doch dieses eine Lied, das heißt: Nur in Freiheit kann die Freiheit Freiheit sein. Dem würde ich mich gerne anschließen." Sprecher: Schirmherr der Aktion ist der Leiter des ARD-Hauptstadtstudios Thomas Roth. Jahrelang hat er als Korrespondent in Moskau gearbeitet und in dieser Zeit selbst erlebt, was es heißt in einem Land Bericht zu erstatten, in dem die Medien nicht frei ist. Für ihn ein Grund, sich bei Reporter ohne Grenzen zu engagieren. O-Ton 2, Thomas Roth, Schirmherr "Starfoto" und Leiter des ARD-Hauptstadtstudios "Ich unterstütze Reporter ohne Grenzen, weil es für die Pressefreiheit, aber auch für die Demokratie nicht nur bei uns, sondern weltweit von entscheidender Bedeutung ist. Wir brauchen eine Organisation, die sich darum kümmert und die auch versteht, dass das mit Menschenrechten unmittelbar zusammen hängt und davon nichts Getrenntes ist. Für einen Journalisten allemal ein Grund, die Organisation zu unterstützen, aber ich denke auch für alle, die an echter Demokratie interessiert sind. Da haben wir eigentlich gar keine Alternative, als das mit zu unterstützen."

    Sprecher: Im vergangenen Jahr hat Reporter ohne Grenzen "Starfoto" zum ersten Mal veranstaltet. Damals kamen durch die Online-Versteigerung bei e-bay und die Gala insgesamt 42.000 Euro zusammen. Geld, mit dem die Menschenrechtsorganisation zum Beispiel Mainat Abdullajewa geholfen hat. Die junge tschetschenische Journalistin hat trotz des Krieges unerschrocken über die Vorfälle in ihrem Land berichtet. In ihren Artikeln hat sie die Standorte von Massengräbern aufgedeckt, schonungslos den schwierigen Alltag der Zivilisten zwischen tschetschenischen Rebellen, moskautreuen Tschetschenen und russischen Milizen beschrieben. Kritische Artikel, die den derzeitigen Machthabern nicht gepasst haben. Mainat Abdullajewa wurde bedroht, ihre Wohnung beschossen. In letzter Minute hat Reporter ohne Grenzen sie aus dem Land geholt und ihr geholfen ein Stipendium der deutschen PEN-Stiftung zu bekommen. Seit einem Jahr lebt sie zusammen mit ihrer kleinen Tochter in München in Sicherheit. Um weiter in Notfällen schnell und unbürokratisch helfen zu können, organisiert Reporter ohne Grenzen "Starfoto". Denn:

    O-Ton 3, Dirk Sager, Vorstand Reporter ohne Grenzen und ehemaliger ZDF Russland-Korrespondent

    "Es ist eine Möglichkeit für Reporter ohne Grenzen, die Öffentlichkeit auf unsere Arbeit aufmerksam zu machen, nämlich Journalisten, die aus politischen Gründen, aus Gründen weil Bürgerkriegsverhältnisse herrschen, in Bedrängnis geraten und dringend unserer Hilfe bedürfen. Reporter ohne Grenzen ist vor 20 Jahren in Paris gegründet worden. Aber wer denkt, dass sie heute weniger nützlich sei oder notwendig sei, nur weil der Kalte Krieg vorbei ist, der irrt sich gewaltig. Die Situationen, in denen Journalisten in Bedrängnis geraten, weil die Machthaber sie unter Druck setzen wollen, ihnen sogar ans Leben wollen sind heute viel zahlreicher als vor 20 Jahren."

    Sprecher: Nicht nur mit Geld, auch mit öffentlicher Aufmerksamkeit und öffentlichem Druck hilft die Menschenrechtsorganisation. Der beste Schutz für bedrohte Journalisten ist, dass die Welt von ihnen und ihrem Schicksal weiß. Dann haben autoritäre Regimes und Diktatoren größere Schwierigkeiten unliebsame Journalisten in den Gefängnissen und Folterkammer verschwinden zu lassen. Auch dafür steht "Starfoto - Bilder für die Pressefreiheit".

Weitere Informationen:

Reporter ohne Grenzen Katrin Evers Presse- und Öffentlichkeitsarbeit presse@reporter-ohne-grenzen.de www.reporter-ohne-grenzen.de Fon +49/30/615 85 85 Fax +49/30/614 56 49

Original-Content von: Reporter ohne Grenzen e.V., übermittelt durch news aktuell

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