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29.04.2004 – 10:20

Reporter ohne Grenzen e.V.

Schröder trifft chinesischen Ministerpräsidenten am Tag der Pressefreiheit
ROG: Bundeskanzler muss klare Worte zur Unterdrückung der Medien in China finden

    Berlin (ots)

Im Vorfeld des Deutschlandbesuches des chinesischen
Ministerpräsidenten hat die internationale Menschenrechtsorganisation
Reporter ohne Grenzen (ROG) an Bundeskanzler Schröder appelliert,
sich bei seinem Treffen mit Wen Jiabao für die Freilassung der in
China inhaftierten Journalisten und so genannten Cyberdissidenten
einzusetzen. Schröder trifft sich mit Wen Jiabao am 3. Mai, dem
Internationalen Tag der Pressefreiheit.
    
    "Dass der Bundeskanzler am Internationalen Tag der Pressefreiheit
mit Wen Jiabao spricht, sollte ihn in besonderer Weise motivieren,
die strenge Überwachung und politische Verfolgung chinesischer
Internetnutzer, Journalisten und Webseiten-Betreiber in klaren Worten
zu verurteilen", erklärt Michael Rediske, Vorstandssprecher von
Reporter ohne Grenzen.
    
    Hinter der Fassade einer ökonomischen Liberalisierung des
Medienmarktes, behielten die Behörden weiter die Kontrolle über
Nachrichteninhalte, schreibt die internationale Organisation in ihrem
aktuellen Jahresbericht. Die Linie der kommunistischen Partei zu
kritisieren sei nach wie vor ein riskantes Unternehmen. Missliebige
Veröffentlichungen - auch im Internet - könnten mit drastischen
Gefängnisstrafen geahndet werden. Mindestens 27 Journalisten und 60
so genannte Cyberdissidenten sind nach Informationen der
Menschenrechtsorganisation zurzeit inhaftiert. China ist damit das
weltweit größte Gefängnis für Internetnutzer.
    
    Ausländische Korrespondenten würden ebenfalls streng kontrolliert,
berichtet ROG. Die kommunistische Partei verweigere Reportern die
freie Recherche über Regimekritiker, religiöse Bewegungen, Korruption
und zu sozialen Themen wie AIDS, SARS und Arbeiterstreiks. Erst
jüngst wurde ein französisches Fernsehteam festgehalten, weil es ohne
Erlaubnis filmte, wie Hühner gegen Vogelgrippe geimpft wurden.
    
    Achtung: Die Situation der Pressefreiheit in China ist auch Thema
der ROG-Pressekonferenz zum Internationalen Tag der Pressefreiheit:
am 3. Mai, 11. 00 Uhr, ARD-Hauptstadtstudio - Konferenzraum
Wilhelmstr. 67a 10117 Berlin
    
    Wir bitten um Anmeldung!
    
    
ots Originaltext: Reporter ohne Grenzen
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de


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Fon: 030 615 85 85
Fax: 030 614 56 49
E-Mail: presse@reporter-ohne-grenzen.de

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