Alle Storys
Folgen
Keine Meldung von Reporter ohne Grenzen e.V. mehr verpassen.

28.11.2003 – 14:48

Reporter ohne Grenzen e.V.

China-Reise des Bundeskanzlers
Reporter ohne Grenzen appelliert an Schröder Presse- und Meinungsfreiheit einzufordern

    Berlin (ots)

Reporter ohne Grenzen (RoG) hat Bundeskanzler
Schröder im Vorfeld seiner China-Reise aufgefordert, sich deutlich
zur anhaltend schlechten Situation der Presse- und Meinungsfreiheit
zu äußern. Obwohl in China mittlerweile eine Vielzahl von Zeitungen
und Zeitschriften erschienen und das Internet boome, sei es um die
Pressefreiheit schlecht bestellt. Letztlich bestimme die
Parteiführung, wie weit Journalisten in ihrer Berichterstattung gehen
dürften. Außerdem kritisiert die internationale
Menschenrechtsorganisation die strenge Überwachung des Internets und
politische Verfolgung von Internetnutzern.
    
    Reporter ohne Grenzen (RoG) dokumentiert jedes Jahr zahlreiche
Verstöße gegen die Pressefreiheit in China. Neben Zensur und
wirtschaftlichem Druck auf Medien, auch Verhaftungen von Journalisten
und zahlreichen Internetnutzern, die sich friedlich, aber kritisch
äußerten. Mindestens 11 Journalisten und 43 Cyberdissidenten befinden
sich nach Informationen der Menschenrechtsorganisation zurzeit hinter
Gittern. China sei das weltweit größte Gefängnis für Internetnutzer.
    
    "Der Zugang zum Internet ist ein wichtiger Bestandteil des Rechts
auf freie Meinungsäußerung und ebenso wie die Beachtung der anderen
Menschenrechte, eine entscheidende Voraussetzung für Demokratie und
Rechtsstaatlichkeit", betont die internationale Organisation. Beim
China-Besuch von Bundespräsident Rau im September habe dieser mit
seiner offenen Kritik einen wichtigen Schritt getan, die
Menschenrechtssituation in China voranzubringen. An Bundeskanzler
Schröder appelliert Reporter ohne Grenzen sich mit ebenso deutlichen
Worten für das Recht auf freie Meinungsäußerung einzutreten und sich
insbesondere für die Freilassung der Inhaftierten Gao Qinrong,  Huang
Qi und Liu Di einzusetzen.
    
    In einem im Mai veröffentlichten Bericht untersuchte Reporter ohne
Grenzen die Zensur des Internets in China. Zwar sei das Web das
freieste aller Medien in China, so die Studie, doch mit einem
weltweit beispiellosen Überwachungsapparat versuche die chinesische
Führung, das Netz unter Kontrolle zu bringen. Schätzungsweise 30.000
Kontrolleure überwachten die Dikussionen im Netz. Die Behörden setzen
außerdem Internetfilter ein und sperrten den Zugang zu Webseiten, auf
denen kritische Artikel veröffentlicht sind.
    
    Den China-Bericht: Gefährlich Leben im Internet finden Sie im
Internet unter: http://www.rsf.org/article.php3?id_article=6793
    
    
ots Originaltext: Reporter ohne Grenzen
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Pressekontakt:
Für weitere Informationen:
Sabina Strunk
Reporter ohne Grenzen
030 615 85 85
presse@reporter-ohne-grenzen.de

Original-Content von: Reporter ohne Grenzen e.V., übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Reporter ohne Grenzen e.V.
Weitere Storys: Reporter ohne Grenzen e.V.