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21.01.2021 – 09:05

Jedox GmbH

Die Top 7 Controlling-Trends für 2021

Während Prognosen und das Denken in Szenarien schon immer integrale Bestandteile im Bereich der Finanzplanung und Analyse (FP&A) waren, erfährt das Controlling im Zuge der Digitalisierung einen grundlegenden Wandel: Der Blick nach vorne rückt in den Fokus. Unten finden Sie die aktuellsten Trends aus der Sicht von Jedox CFO Christoph Ahr in diesem Bereich. Falls Sie Interesse haben, ist auch ein Interview mit ihm möglich.

Ich freue mich auf Ihr Feedback.

Die Top 7 Controlling-Trends für 2021

Von Christoph Ahr, Jedox CFO

Controller lieben Zahlen. Controller haben tagtäglich das Unternehmen und die Kennzahlen im Blick um den Fortbestand des Unternehmens sicherzustellen und Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen. Dafür planen sie, budgetieren und stellen Prognosen auf. Selten steht man damit im Rampenlicht, es ist ein Agieren im Hintergrund. Solange jedenfalls, bis eine Krise droht - wie im letzten Jahr geschehen mit COVID-19. Fragende und verunsicherte Blicke lasten plötzlich auf dem Controlling: Das Management benötigt Aussagen zur Krisenfestigkeit, die schnellstmöglich geliefert werden sollen. Investoren, Banken aber auch Zulieferer und Kunden wollen Antworten und nicht zuletzt die Mitarbeiter brauchen Sicherheit.

Während Prognosen und das Denken in Szenarien schon immer integrale Bestandteile im Bereich der Finanzplanung und Analyse (FP&A) waren, erfährt das Controlling im Zuge der Digitalisierung einen grundlegenden Wandel: Der Blick nach vorne rückt in den Fokus. Sprichwörtliche Datenberge wachsen immer schneller und höher in allen Bereichen, Systemen und Abteilungen. Eine Beobachtung die auf jedes größere Unternehmen zutrifft: Nicht die Frage, ob man diese Daten vielleicht nutzen sollte, wird gestellt. Die Frage lautet: Kann man es sich überhaupt noch leisten, diesen Datenschatz nicht zu nutzen? Die Nutzung von Daten, Gewinnung von Erkenntnissen und Zusammenhängen und die damit verbundene Steigerung der Effizienz ist ein zentrales Versprechen der Digitalisierung.

Trend 1: xP&A

Der konsequente nächste Schritt, um FP&A-Prozesse im Unternehmen zu vereinheitlichen, ist die Ausweitung von Planung, Reporting und Analyse über das Finanzwesen hinaus auf die übrigen Organisationsbereiche. Das „x“ in xP&A steht für „extended“. Tools für die erweiterte Planung bieten ein immenses, weitgehend ungenutztes Potenzial für Unternehmen in Bereichen, in denen zwar Daten generiert werden, aber oft brachliegen. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten für genauere Pläne sowie bessere Budgets und Prognosen. Durch die Verschlankung von Prozessen und das Aufbrechen von Datensilos, die durch eine Single Source of Truth ersetzt werden, können Unternehmen effizienter und effektiver arbeiten. Mit anderen Worten: xP&A wird nicht nur vom CFO selbst genutzt. Die gewaltigen Möglichkeiten und Potentiale von xP&A entfalten sich an der Schnittstelle zu anderen Geschäftsfunktionen und sind ohne Frage ein Top-Trend für 2021.

Trend 2: Denken in Szenarien

Das Jahr 2020 hat gezeigt, dass Pläne in kürzester Zeit überholt sein können, meist weil die zugrundeliegenden Annahmen nicht mehr zutreffen. Mit modernen Planungs- und Analysetools wird das Denken in Szenarien statt der Planung für nur ein mögliches Ergebnis softwareseitig unterstützt. Sie ermöglichen es, schnell mehrere Alternativen zu planen, indem Annahmen mit dynamischen Finanzmodellen in wenigen Schritten angepasst werden.

Organisationen werden widerstandsfähiger, in dem sie verschiedene Zukunftsmöglichkeiten abbilden und durchrechnen, um so auf unterschiedliche Eventualitäten vorbereitet zu sein.

Die Chance, in Krisen oder turbulenten Märkten böse überrascht zu werden sinkt. Mit steigender Verfügbarkeit, Barrierefreiheit und den sinkenden Kosten für die Planung wird Szenarioplanung im Jahr 2021 und darüber hinaus immer häufiger zu beobachten sein.

Trend 3: Cloud

In Zeiten von Home-Office und Globalisierung sind die vordergründigen Vorteile der Cloud am sichtbarsten. 2020 hatten IT-Abteilungen alle Hände voll zu tun, um einen reibungslosen Arbeitsbetrieb abseits des Büros zu gewährleisten. Glücklich, wer bereits auf Cloud-Anwendungen gesetzt hat: befand sich die FP&A-Infrastruktur bereits in der Cloud, waren weder Skalierung noch Datensicherheit ein wirkliches Thema. Verfügbarkeit sowohl bezüglich der Erreichbarkeit als auch der Geräteunabhängigkeit, Flexibilität und Skalierbarkeit werden immer wichtiger, da sich die Anforderungen in dynamischen Zeiten schnell ändern. Die Cloud ist auch eine Voraussetzung für die ernsthafte Nutzung von Data Lakes und KI/Machine-Learning-Funktionen. Um ihre Resilienz im Jahr 2021 weiter zu erhöhen, werden Unternehmen auf eine flexible und skalierbare Infrastruktur sowie eine solide Sicherheit achten müssen, die den zunehmenden anspruchsvollen globalen Vorschriften und Kundenanforderungen entspricht. Und noch ein Kommentar zur allgegenwärtigen Angst vor der Cloud: Ist der schlecht gewartete Server im Technikraum neben dem Heizungskeller wirklich soviel sicherer, als ein mehrfach redundantes nach höchsten Maßstäben gegen alle Arten von äußeren Einflüssen gesichertes Rechenzentrum? Selbstbewusst, wer glaubt, dies besser zu können als AWS oder Microsoft Azure.

Trend 4: Kürzere Planungszyklen und schnellere Anpassungen

In ihrer Studie „Fundierte Entscheidungen in dynamischen Zeiten“ (2020) berichtet das Analystenhaus BARC, dass 42% der Unternehmen von Jahresend-Forecasts auf rollierende Forecasts umgestiegen sind. Im Zuge der globalen Pandemie wurden die alten Methoden und Zyklen in der Planung infrage gestellt. Die Möglichkeit, Budgets zu revidieren und Anpassungen vorzunehmen, um schnell auf interne Entwicklungen und globale Marktveränderungen reagieren zu können, wird von entscheidender Bedeutung sein, ebenso wie die Fähigkeit, die Auswirkungen dieser Veränderungen besser zu verstehen. Die wichtigsten Stichworte sind hier: Echtzeit-Planung und -Analyse.

Trend 5: Zukunftsorientierte Systeme

Die globale Krise hat auch deutlich gemacht, dass veraltete FP&A-Systeme für den gestiegenen Bedarf an Agilität und Belastbarkeit nicht mehr geeignet sind. Dies wirft ein Schlaglicht auf ein weit verbreitetes Problem, nämlich den Einsatz mehrerer redundanter und parallel genutzter Systeme und Datenquellen, die nicht ohne weiteres zusammenpassen. Inkonsistenz und Ungenauigkeit aufgrund fragmentierter Technologie-Ökosysteme belasten Unternehmen und Belegschaft und erfordern umfangreiche, zeitaufwändige und kostspielige manuelle Nacharbeit. An zeitkritische Analysen, die wichtige Erkenntnisse zu Tage fördern, ist dabei nicht einmal zu denken. Veraltete, fragmentierte Softwaresysteme haben zwar häufig eine aufgehübschte Oberfläche, aber machen die Arbeit mit Daten unnötig kompliziert.

Trend 6: KI-Reife und unbeschwerter Zugang

Während KI in den letzten Jahren allgemein darunter litt, dass durch Hypes unrealistische Erwartungen geschürt wurden, gibt es heute reale und sinnvolle Anwendungsfälle in den Bereichen Planung und Analyse. Insbesondere bei der Datenaufbereitung, bei Forecasts und Simulationen haben die Anbieter moderner Tools für das Finanzwesen und darüber hinaus die Notwendigkeit einer besseren Zugänglichkeit ihrer KI-Lösungen erkannt. Damit ist sie für das Finanzwesen viel mehr als nur ein Schlagwort und deutlich greifbarer und barrierefreier als den meisten Unternehmen bewusst ist. 2021 ist das Jahr, um KI-Anwendungen zu überdenken, Best Practices zu übernehmen und die Möglichkeiten zu nutzen, die sie in Kombination mit der Expertise aus dem Controlling bieten. Dies zeigt sich auch im letzten FP&A-Trend für 2021, dem eigenständigen, unabhängigen Arbeiten.

Trend 7: Self-Service-Tools und eigenständiges Arbeiten

Ausgeklügelte Algorithmen sind Sache von Programmierern und Mathematikern, nicht notwendigerweise von FP&A-Profis. Programmier- und Data-Science-Kenntnisse sind zwar hilfreich, sollten aber keine zwingende Voraussetzung sein, um mit der Evolution des Finanzwesens Schritt zu halten. Durch die Fortschritte moderner FP&A-Lösungen in Sachen Self-Service entfällt die Notwendigkeit umfangreicher, selbstgeschriebener Codeschnipsel und Skripte. Somit kann sich das Team des CFO wieder mehr auf die Wertschöpfung konzentrieren. Da die finanziellen Auswirkungen der globalen Krise für viele noch immer spürbar sind, spielen die Implementierungs- und Gemeinkosten aktuell eine vergleichsweise große Rolle. Deshalb ist es wichtig, dass die für Planung und Analyse eingesetzten Tools die Arbeit der Finanzexperten tatsächlich einfacher und effektiver machen, anstatt einer ständigen Abhängigkeit von der IT und externen Beratern weiter zu fördern.

Bessere Zusammenarbeit über Abteilungen hinweg, höhere Agilität und eine solide Widerstandsfähigkeit stehen in der Liste der FP&A-Trends für 2021 ganz oben, um in einer globalen Welt Schritt zu halten und die finanzielle Gesundheit eines Unternehmens zu sichern.

Über Christoph Ahr

Als Experte in der internationalen Software-Branche bringt Christoph Ahr in seiner Rolle als CFO bei Jedox beeindruckende Erfahrung sowie umfangreiches Wissen im Enterprise Performance Management mit. Nach eigener Gründungserfahrung erwarb Christoph Ahr in seiner mehrjährigen Tätigkeit durch sein Steuerberater- und Wirtschaftsprüferexamen das fachliche Fundament. Zuletzt war er als Vice President Finance bei Celonis tätig – eine der größten und jüngsten Erfolgsgeschichten in der Softwarebranche. Dort baute er die gesamte Finanzorganisation auf und trieb die Internationalisierung und den Wandel zu einem der anerkanntesten SaaS-Unternehmen voran.

Über Jedox

Jedox vereinfacht Planung, Analyse und Reporting mit einer integrierten und cloudbasierten Software-Suite. Anwender und Entscheider aus allen Fachabteilungen werden dabei unterstützt, datengetriebene Geschäftsprozesse selbstständig durchzuführen und Entscheidungen auf einer validen Datenbasis zu treffen. Über 2.500 Unternehmen in mehr als 140 Ländern nutzen Jedox bereits für ihre Realtime-Planungslösungen im Web, mobil oder in der Cloud. https://www.jedox.com/de/unternehmen/

mit freundlichen Grüßen

Christine Hohlbaum

im Auftrag von Jedox

Hohlbaum PR & Social Media

christine@hohlbaum-pr.com

0177/8638661