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15.12.2019 – 18:04

Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.

BEE-PM: COP25 in Madrid: Blockaden und Untätigkeit sind keine Antworten auf die klimapolitischen Herausforderungen unserer Zeit. Es braucht wieder Energiewende-Vorreiter

Bundesverband Erneuerbare Energie

COP25 in Madrid: Blockaden und Untätigkeit sind keine Antworten auf die klimapolitischen Herausforderungen unserer Zeit. Es braucht wieder Energiewende-Vorreiter

Berlin, 15. Dezember 2019: "Die Folgen des Klimawandels werden weltweit immer deutlicher sichtbar und gefährden bereits heute die Lebensgrundlagen vieler Menschen weltweit. Mit dem European Green Deal will die Europäische Union die Treibhausgasneutralität bis 2050 erreichen. Um die Erwärmung unseres Planeten gemäß des Pariser Klimaschutzabkommens einzudämmen, braucht es noch mehr Engagement. Das heißt, alle großen CO2-Emittenten müssen ihre Produktionsweise umstellen und saubere, Erneuerbare Quellen einsetzen. Die COP25 in Madrid hätte hierfür ein wichtiges Signal senden können. Es ist beschämend, dass die Verhandlungen ohne nennenswerte Ergebnisse zu Ende gegangen sind; und das trotz des globalen Protests von 'Fridays for Future' und einer wachsenden Zahl von Unternehmen, Kommunen und Bürgerinnen und Bürgern, die ohne fossile Energien auskommen wollen," kommentiert Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) e.V. die mageren Ergebnisse der heute in Madrid zu Ende gegangenen 25. Weltklimakonferenz.

Ohne einen effektiven Handelsmechanismus zur Reduktion der globalen Emissionen stehe das Pariser Klimaschutzabkommen absehbar vor dem Scheitern. Blockaden und Untätigkeit seien aber keine Antwort auf die klimapolitischen Herausforderungen unserer Zeit. "Anstatt die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen weiter zu zementieren, hätte Madrid Druck auf die G20 aufbauen müssen, im nächsten Jahr verschärftere Klimaschutz- und Erneuerbaren-Ziele vorzulegen. Ein weltweiter Umbau der Energieversorgung auf CO2-freie Erneuerbare Energien ist die kostengünstigste Maßnahme zum Klimaschutz. Dass hierfür aus Madrid keine beherzten Signale gesendet wurden, ist fatal und unverantwortlich."

Umso wichtiger sei es, dass Deutschland im kommenden Jahr den Vorsitz der EU-Ratspräsidentschaft nutzt, um internationaler Kooperationen für Klimaschutz zu verstärken. "Deutschland muss aber auch selber wieder vorangehen, die Energiewende vorantreiben und den Kohleausstieg gemäß den Klimazielen voranbringen. Erneuerbare Energien stehen wettbewerbsfähig zur Verfügung und liefern sicher und sauber Energie für alle Sektoren. Deshalb müssen jetzt hemmende Deckel und Bremsen abgebaut und der Ausbau wieder beschleunigt werden," so Peter abschließend.

Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 55 Verbänden, Organisationen und Unternehmen mit 30 000 Einzelmitgliedern, darunter mehr als 5 000 Unternehmen. Zu unseren Mitgliedern zählen u. a. der Bundesverband WindEnergie, der Bundesverband Solarwirtschaft, der Fachverband Biogas und der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke. Wir vertreten auf diese Weise 316 000 Arbeitsplätze und mehr als 3 Millionen Kraftwerksbetreiber. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.

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