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Erwerbsminderungsrente: Sicherheit gegen Schicksalsschläge

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    Berlin (ots) - Eine Krankheit oder ein Unfall kann jeden treffen. Gut zu wissen, dass man im Fall der Fälle gegebenenfalls durch eine Erwerbsminderungsrente der gesetzlichen Rentenversicherung abgesichert ist. Diese Rente ist für Menschen gedacht, die auf nicht absehbare Zeit schwer erkrankt oder wegen eines Unfalls nicht mehr voll erwerbsfähig sind. Wie stark die Erwerbsminderung ist, wird nach dem verbleibenden Leistungsvermögen des Versicherten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt festgestellt. Der Rentenversicherungsträger prüft aber nicht nur die medizinischen Voraussetzungen, sondern auch die versicherungsrechtlichen, erklärt Ulrich Theil, stellvertretender Pressesprecher der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte:

    0-Ton: 15 sec. "Neben diesen medizinischen Voraussetzungen muss der Antragsteller vor der Erwerbsminderung noch eine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt haben. Er muss also mindestens fünf Jahre der gesetzlichen Rentenversicherung angehört und auch Beiträge entrichtet haben."

    Außerdem müssen in den letzten 5 Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung mindestens 3 Jahre lang Pflichtbeiträge entrichtet worden sein. Es muss sich also um einen aktiven Auch eine Erwerbsminderungsrente muss vorher beantragt werden:

    0-Ton: 17 sec. "Damit die Bearbeitung zügiger geht, sollte man schon vorhandene medizinische Befunde beifügen, die gezielte Hinweise auf die Erkrankung geben. Nach dem Eingang des Antrags prüft der Rentenversicherungsträger, ob und in welchem Umfang eine Erwerbsminderung vorliegt."

    Übrigens gilt dabei stets das Motto: Rehabilitation vor Rente, denn wo Chancen auf eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit bestehen, versucht die BfA, diese durch gezielte medizinische und berufliche Behandlungsmaßnahmen zu nutzen. Abhängig vom jeweils noch vorhandenen körperlichen Leistungsvermögen für eine Erwerbstätigkeit kann man eine volle oder teilweise Erwerbsminderungsrente beziehen.

    0-Ton: 24 sec. "Wer auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt noch drei bis unter sechs Stunden arbeiten kann, gilt als teilweise erwerbsgemindert, daher erhält man nur eine Rente in halber Höhe. Bei weniger als drei Stunden Restleistungsvermögen geht man von einer vollständigen Erwerbsminderung aus und man erhält dann die volle Rente."

    Kann man allerdings täglich mehr als sechs Stunden in einem beliebigen Beruf tätig sein, gilt man als nicht erwerbsgemindert und es wird keine Rente gezahlt. Die Erwerbsminderungsrente wird aus allen bis zum Eintritt der Erwerbsminderung zurückgelegten Zeiten errechnet. Tritt die Erwerbsminderung vor dem 60. Lebensjahr ein, kommt zu den zurückgelegten Zeiten noch eine Zurechnungszeit hinzu. Die Zeit vom Eintritt der Leistungsminderung bis zum 60. Lebensjahr wird also berücksichtigt, als ob man in dieser Zeit gearbeitet hätten. Danach kann auch eine Erwerbsminderungsrente mit wenigen Beiträgen die Lohnersatzfunktion erfüllen.

    ACHTUNG REDAKTIONEN          Die O-Töne sind honorarfrei zur Verwendung. Wir bitten jedoch um einen Hinweis, wie Sie den Beitrag eingesetzt haben an desk@newsaktuell.de.

Kontakt: BfA, Dezernat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Jens
Lehmann, Tel: 030 / 865-24889

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