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18.04.2005 – 05:00

Deutsche Rentenversicherung Bund

Kinder sichern die Rente – durch Leistungen zur Erziehung

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    Berlin (ots)

Früher hat man Kinder bekommen, um im Alter abgesichert zu sein. In gewisser Weise trifft das heute immer noch zu, denn Kinder steigern die späteren Rentenansprüche, und zwar durch die so genannten Leistungen zur Erziehung. Diese bewirken, so Ulrich Theil, stellvertretender Pressesprecher der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte, dass Mütter oder Väter, die ihr Kind in Deutschland erziehen, dafür in der gesetzlichen Rentenversicherung eine so genannte Kindererziehungszeit angerechnet bekommen:

    O-Ton 18 sec "Für jedes Kind, das nach 1991 geboren wurde, bekommt man die ersten 36 Kalendermonate nach der Geburt als Kindererziehungszeit angerechnet, und für davor geborene Kinder sind es immerhin 12 Monate. Diese Monate wirken sich deutlich rentensteigernd aus."

    Denn sie werden so bewertet, als ob man das durchschnittliche Arbeitsentgelt eines Beschäftigten verdient hätte. Dadurch erhöht sich die Rente derzeit pro angerechnetem Jahr um gut 26 Euro monatlich in den alten Bundesländern, in den neuen Bundesländern sind es knapp 23 Euro monatlich. Hat man in dieser Zeit gearbeitet, kommen die Werte für die Beitragszeit sogar noch dazu. Über dieses Geld können sich im Rentenalter alle freuen, die Kinder großgezogen haben:

    O-Ton 19 sec "Das sind sicher zunächst die Eltern leiblicher Kinder, aber auch für die Erziehung von Pflegekindern, Stiefkindern oder Adoptivkindern kann man diese Zeiten bekommen. Und zwar sowohl die Mutter als auch der Vater kann Kindererziehungszeiten in Anspruch nehmen, aber natürlich jeweils nur einer von ihnen."

    Der Anspruch auf die Kindererziehungszeiten kann auch zwischen den Eltern aufgeteilt oder komplett dem Vater zugeordnet werden. In diesen Fällen ist eine übereinstimmende Erklärung beider Elternteile erforderlich. Für die Rente bringt es sogar noch einen weiteren Vorteil mit sich, Kinder zu haben:

    O-Ton. 25 sec "Neben der Kindererziehungszeit bekommt man zusätzlich bis zum zehnten Lebensjahr des Kindes noch eine so genannte Kinderberücksichtigungszeit gutgeschrieben. Diese Berücksichtigungszeit erhöht zwar nicht wie die Kindererziehungszeit direkt die Rente, zählt aber für die Erfüllung von besonderen rentenrechtlichen Wartezeiten, zum Beispiel für eine Rente für langjährig Versicherte, mit."

    Außerdem können beitragsfreie Zeiten wie Schule, Arbeitslosigkeit, Krankheit und Ähnliches durch die Kinderberücksichtigungszeit eine bessere Bewertung erhalten.Wer sich darüber informieren möchte, wie er in den Genuss dieser Leistungen kommen kann, findet in den Auskunfts- und Beratungsstellen der BfA kompetente Ansprechpartner.

    ACHTUNG REDAKTIONEN          Die O-Töne sind honorarfrei zur Verwendung. Wir bitten jedoch um einen Hinweis, wie Sie den Beitrag eingesetzt haben an desk@newsaktuell.de.

Kontakt: BfA, Dezernat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Jens
Lehmann, Tel: 030 / 865-24889

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