Deutsche Rentenversicherung Bund

Neue Herausforderungen für die Rentenversicherung: Einführung von Fallpauschalen und Ausbau der ambulanten Rehabilitation

    Frankfurt am Main (ots) - Der Verband Deutscher
Rentenversicherungsträger (VDR) und die Bundesversicherungsanstalt
für Angestellte (BfA) beteiligen sich am Hauptstadtkongress "Medizin
und Gesundheit 2002" am 15. und 16. Mai in Berlin mit zwei
spezifischen Veranstaltungen zu aktuellen gesundheitspolitischen
Themen: Der Einführung von Fallpauschalen und der Ausbau der
ambulanten Rehabilitation.
    
    Die Rentenversicherung fordert mit der Einführung der
Fallpauschalen eine evaluative Begleitung sowie eine Verstärkung der
Qualitätssicherung in den Krankenhäusern. Eine Folge der Einführung
von Fallpauschalen im Krankenhaus wird sein, dass sich die
Liegezeiten drastisch verkürzen. Nach übereinstimmender Einschätzung
von Gesundheitsökonomen werden bis zu drei Viertel der eingesparten
Leistungen von nachfolgenden Systemen, also auch von der
Rehabilitation, aufgefangen werden müssen. Dabei sollte insbesondere
zwei möglichen Entwicklungen entgegengewirkt werden: Zum einen
könnten bisherige Krankenhausleistungen, die die frühzeitige
Rehabilitation bzw. Frühmobilisation von Patienten betreffen, dem
neuen Finanzierungssystem zum Opfer fallen und damit die Qualität
mindern. Zum anderen könnte eine zu frühe Verlegung in
Rehabilitationskliniken zu einem erhöhten Aufwand und damit einer
Kostenverlagerung führen, ohne die Versorgung der Patienten zu
verbessern.
    
    Die Rentenversicherung will gemeinsam mit den Krankenkassen die
ambulanten Angebote in der Rehabilitation gezielt ausbauen.
Angesichts der wachsenden medizinischen und ökonomischen Bedeutung
der Rehabilitation in der Versorgung chronisch Kranker ist es
notwendig, die Angebote der Rehabilitation kontinuierlich zu
verbessern. Dazu gehören interdisziplinäre Behandlungskonzepte und
vor allem wohnortnahe und vernetzte Leistungsangebote. Der
schrittweise und gezielte Ausbau der ambulanten Rehabilitation soll
dazu beitragen, den Versicherten flexible Rehabilitationsangebote zu
bieten. Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen zeigen, dass das
Konzept der interdisziplinären Rehabilitation auch in ambulanten
Einrichtungen effektiv umgesetzt werden kann.
    
    Die gesetzlichen Rentenversicherung sieht die neuen Entwicklungen
im Gesundheitswesen als Herausforderung, den Stellenwert der
medizinischen Rehabilitation weiter zu festigen. Sie wird sich
besonders für die weitere Vernetzung der verschiedenen
Versorgungsformen - Prävention, Kuration und Rehabilitation -
beispielsweise im Zusammenhang mit Disease-Management-Programmen für
chronisch Kranke einsetzen.
    
    
ots Originaltext: VDR
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