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Höhere F&E-Ausgaben sind kein Garant für Unternehmenserfolg
Neue Innovationsstudie von Booz Allen Hamilton

    München (ots) -    

    Zwei deutsche Unternehmen in globaler Top 10: DaimlerChrysler und     Siemens / Schwellenländer steigern Investitionen um rd. 20% / IT &     Elektronik Spitzenreiter mit einem Viertel der gesamten     F&E-Ausgaben

    Zwischen der Höhe der Investitionen für Forschung und Entwicklung (F&E) und dem Unternehmenserfolg besteht kein nachweisbarer direkter Zusammenhang. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt die aktuelle globale Innovationsstudie der Strategie- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton. Die Aussagen der Untersuchung stehen damit im Gegensatz zur bislang herrschenden These, dass ein größeres F&E-Budget automatisch zu einer besseren Performance des Unternehmens führe. Die klare Botschaft der Berater: Es gibt keinen Königsweg zu nachhaltigem Innovationserfolg. "Performance lässt sich nicht erkaufen", so Dr. Thomas Goldbrunner, Principal. "Es ist viel wichtiger, dass man intelligent investiert, als wie viel man investiert."

    Mit der Studie "Global Innovation 1.000"* liegt erstmals ein Ranking der 1.000 Unternehmen mit den höchsten F&E-Ausgaben vor. Und diese boomen. Seit 1999 stiegen diese Investitionen im Schnitt jährlich um 6,5%, zwischen 2002 und 2004 jährlich sogar um 11%. Unter den Top Ten befinden sich DaimlerChrysler (4 - Listenplatz in Klammern) und Siemens (7). Unter den Top 100 weltweit tauchen weitere neun deutsche Konzerne auf: Volkswagen (13), BMW (33), Bayer (40), Infineon (57), BASF (58), SAP (65), Schering (69), Deutsche Telekom (71) und Thyssen Krupp (97). Bei der Höhe der F&E-Ausgaben ist Deutschland damit in der Spitzengruppe überproportional vertreten.

    Viel hilft nicht viel - aber Geiz rächt sich

    Jene 10% der untersuchten Unternehmen, die am wenigsten für Forschung & Entwicklung ausgeben, liegen bei Gewinn und Kapitalrendite deutlich hinter ihren Wettbewerbern. Betrachtet man dagegen die Top Ten-Unternehmen, so fällt auf, dass deren Performance keine statistisch signifikanten Unterschiede zum Mittelfeld aufweist, das weniger für F&E aufwendet.

    Erfolg von Innovation steht und fällt mit Qualität der Prozesse

    "Da der Trend in fast allen Industrien zu immer kürzeren Produktlebenszyklen und immer neuen Angeboten geht, können sich Unternehmen besonders durch schnelle und effektive Innovationsprozesse von ihren Wettbewerbern abheben", so Goldbrunner weiter. "Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, die Bereiche zu identifizieren, in denen eine Optimierung der Prozesse die stärksten Effekte erzielt." Dafür sei Apple ein gutes Beispiel: Die F&E-Ausgaben des Unternehmens in 2004 liegen mit 5,9% weit unter dem Durchschnitt der Computerindustrie. Und die investierten 489 Millionen Dollar bilden einen Bruchteil der Ausgaben größerer Wettbewerber. Apple konzentriert die Entwicklungsressourcen rigoros auf einige wenige Projekte mit hohem Potenzial. So ist eine wahre Innovationsmaschine entstanden, die den iMac, das iBook, den iPod und iTunes hervorbrachte.

    Ein deutsches Beispiel für effizienten Umgang mit F&E ist BMW. Das Unternehmen übertrifft bei Wachstum und Ertrag die meisten Wettbewerber deutlich, liegt aber trotz einer groß angelegten Modelloffensive bei seinen anteiligen F&E-Ausgaben nur knapp über dem Branchendurchschnitt.

    Schwellenländer holen rapide auf

    96,8% der "Global Innovation 1.000" haben ihren Firmensitz in Nordamerika, Europa oder Japan. Sie werden auch in den kommenden Jahren die Hauptakteure in Sachen Innovation bleiben. In Schwellenländern fallen F&E-Ausgaben noch relativ niedrig aus. So wenden Firmen mit Sitz in China oder Indien im Schnitt nur 1% der Erträge für F&E auf - nordamerikanische Unternehmen 4,9%, europäische 4%, japanische 3,8%. Richard Hauser, Partner bei Booz Allen Hamilton, signalisiert: "Aber ihre jährlichen Zuwachsraten steigen rasant: zwischen 1999 und 2004 um 21,2%. Diese Quote liegt weit über den Steigerungsraten der USA (6,6%), Europa (6,2%) und Japan (4,8%)."

    Weitere Ergebnisse der Studie:

    - Die Top 10 des Jahres 2004 in abnehmender Reihenfolge: Microsoft, Pfizer, Ford, DaimlerChrysler, Toyota, General Motors, Siemens, Matsushita Electric, IBM und Johnson & Johnson.

    - Hochgradige Konzentration der F&E-Ausgaben: Während die "Global Top 1.000" im Jahr 2004 384 Mrd. Dollar investierten, gaben die folgenden 1.000 Unternehmen zusammen nur 26 Mrd. aus. Das entspricht gerade einmal 6,8%.

    - Durchschnittliche Investition der "Gobal Innovation 1000"-Unternehmen: 4,2% des Ertrags. Dieser Wert blieb über die letzten fünf Jahre relativ stabil.

    - Patente generieren nicht automatisch Gewinn. Die Ergebnisse einer weiteren Studie zeigten keinen Zusammenhang zwischen der Anzahl von Patenten, die ein Unternehmen anmeldete, und seiner Performance.

    - "IT & Elektronik" Spitzenreiter: Diese haben einen Anteil von 25% an den F&E-Gesamtausgaben der "Global Innovation 1.000", gefolgt von Gesundheit (20%) und Automobil (18%).

    - Größtes jährliches F&E-Wachstum in den letzten fünf Jahren: die Bereiche "Software & Internet" mit 14,9% sowie Gesundheit mit 12,4%

    - Langsamtes F&E-Wachstum: Telekommunikation mit 2,2% und Chemie/Energie mit 1,5%.

    * Design der Studie "Global Innovation 1.000" von Booz Allen Hamilton

    Für die Studie identifizierte Booz Allen Hamilton die Top 1.000 der globalen Unternehmen, die ihre F&E-Ausgaben veröffentlichen. In einem zweiten Schritt analysierte die Studie für die vergangenen sechs Jahre die wichtigsten Finanz-, Umsatz-, Ertrags, Kosten- und Profitabilitätskennzahlen und brachte diese in Zusammenhang mit den historischen Ausgaben für F&E. Die Zuordnung der Firmen zu Regionen folgt der Angabe des Unternehmenssitzes. Die F&E-Ausgaben, die DaimlerChrysler etwa in der USA tätigt, fließen somit in die Region Europa ein.

    Über Booz Allen Hamilton

    Mit rund 16.600 Mitarbeitern und Büros auf sechs Kontinenten zählt Booz Allen Hamilton zu den weltweit führenden Strategie- und Technologieberatungen. Das Unternehmen befindet sich im Besitz seiner 250 aktiven Partner. Sechs Büros sind im deutschsprachigen Raum: Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, München, Wien und Zürich. Im vergangenen Geschäftsjahr belief sich der Umsatz weltweit auf 3,3 Mrd. US$, im deutschsprachigen Raum auf 190 Mio. Euro.

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Susanne Mathony
Director Marketing & Communications Europe
Tel.:    089 / 54 525 550
Fax:      089 / 54 525 602
Email:    Mathony_Susanne@bah.com
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