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01.02.2021 – 08:30

Strategy&

E-Mobilität boomt trotzt Krisenjahr: Zulassungen von elektrischen Fahrzeugen steigen 2020 deutschlandweit um rund 139%

München (ots)

- Plug-in-Hybride etablieren sich schnell: Verkaufszahlen nehmen 2020 im Jahresvergleich um 342% zu, dicht gefolgt von reinen Batterieantrieben mit 207% 
- Elektroautos steigern 2020 ihren Anteil von 8,4% 2019 auf rund 25% der Neuzulassungen in Deutschland 
- Europa zeigt weiterhin den stärksten Marktanteil und mit 113% die höchste Wachstumsrate im Vergleich zu 2019 (China: +20%; USA: +1,1%) 

Geprägt von der Corona-Pandemie war 2020 für die Automobilindustrie eine der größten Herausforderungen der letzten Jahrzehnte. Hauptsächlich getragen von strategischen Investitionen in den letzten Jahren ist es den Herstellern dennoch gelungen, den E-Fahrzeugmarkt weiter voranzutreiben. Nun werden sowohl die Hersteller als auch die Zulieferer des neuen Produktportfolios in dieser Sparte mit hohem Wachstum belohnt: So stiegen die Neuzulassungen von E-Autos 2020 in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um fast 139%. Nach einem neuen Rekord von knapp 125.000 Neuzulassungen im Dezember erreichte der Marktanteil der 2020 in Deutschland neu zugelassenen E-Fahrzeuge einen neuen Höchstwert von rund 25%. Das zeigen die Ergebnisse des aktuellen "E-Mobility Sales Review" von PwC Autofacts® und Strategy&, der Strategieberatung von PwC. Auf Platz eins der Wachstumstreiber stehen hierzulande die Plug-in-Hybride (PHEV) mit einem Plus von 342% im Vergleich zum Vorjahr, die Zulassungen batterieelektrischer Fahrzeuge (BEV) nahmen um 207% zu. Voll-Hybride (Hybrid) steigerten sich im gleichen Zeitraum um immerhin 69%.

"2020 war ein realer Stresstest für die Automobilindustrie, die trotz der COVID-19-bedingten Umsatzeinbußen weiterhin in die Transformation des Produktportfolios hin zu Elektrofahrzeugen investiert und einen veritablen Wendepunkt für den E-Mobilitätsmarkt erreicht hat. Noch nie wurden hierzulande so viele E-Autos zugelassen wie im Dezember 2020", kommentiert Felix Kuhnert, Global Automotive Lead bei PwC, die Ergebnisse des vierten Quartals. "Jetzt geht es für OEMs darum, ganze Portfolien von traditionellen Produkten auf E-basierte oder auf Elektromobilität ausgerichtete Plattformen umzustellen."

Europa bestätigt dabei einmal mehr seine Vorreiterrolle im E-Auto-Markt: Der Marktanteil der elektrischen Fahrzeuge kletterte 2020 in den europäischen Kernmärkten Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien zusammen auf knapp 24%. Hier verzeichnen PHEV im Jahresvergleich das größte Wachstum (+248%) und erreichten einen Anteil von 20% an allen neu zugelassenen Elektroautos, während die rein batterieelektrischen Fahrzeuge 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 179% auf 24% Anteil wuchsen. Im globalen Vergleich bleibt der Marktanteil von Elektroautos in China mit 7,2% hinter Europa zurück, zeigt aber ein klares Übergewicht von 70% reinen Batteriefahrzeugen im Segment. Trotz eines massentauglichen Angebots auch von sehr günstigen Elektrofahrzeugen wuchs der gesamte E-Markt dort 2020 um nur 20%. In den USA verhindert unter anderem der Fokus auf hochpreisige Fahrzeugsegmente noch immer das weitere Wachstum der Elektromobilität. Trotz stagnierender Absatzzahlen (2020: +1,1%) stieg der E-Anteil am US-amerikanischen Markt von 4,3% im Jahr 2019 auf 5,1% 2020.

"Neue Produkteinführungen und das ungebrochene Interesse an E-Autos werden auch 2021 für ein großes Absatzwachstum sorgen", erwartet Christoph Stürmer, Global Lead Analyst bei PwC Autofacts® und Leiter der Studie. "Zudem werden nun neben der öffentlichen Ladeinfrastruktur auch private Ladesäulen gefördert, was einen kritischen Erfolgsfaktor für die Mobilitätswende darstellt."

Für eine zukunftsgerichtete und nachhaltige Marktentwicklung ist bei den Automobilherstellern neben umfassenden Investitionen in Forschung und Entwicklung vor allem strukturelle Anpassungsfähigkeit gefragt: "Die Transformation der Technologien, Prozesse und Lieferketten in der Automobilindustrie erhöht weiter ihre Geschwindigkeit", erläutert Jörn Neuhausen, Director bei Strategy& Deutschland. "Der Anspruch ist bereits heute, verschiedene Entwicklungszyklen parallel laufen zu lassen, um technologische Verbesserungen an einzelnen Komponenten schneller integrieren und mit globalen Wettbewerbern mithalten zu können. Um die rapide Marktdynamik abbilden zu können, müssen OEMs daher stetig in technologische Weiterentwicklungen investieren."

Die vollständigen Ergebnisse des "E-Mobility Sales Review Q1-2021" erhalten Sie auf Anfrage oder unter: https://www.strategyand.pwc.com/de/en/e-mobility-sales-review-q1.html

Pressekontakt:

Annabelle Kliesing
Senior Communications Lead
PwC Strategy& (Germany) GmbH
annabelle.kliesing@strategyand.de.pwc.com
T: +49 89 54525613

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