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07.04.2003 – 11:49

Strategy&

Supply Chain Management - laut Booz Allen Hamilton eine noch unbewältigte Aufgabe

    München (ots)

    Studie deckt mangelnde Top-Management-Unterstützung auf:

    CEO-Involvement könnte jährlich 6% Lieferkosten einsparen - Fast       jeder Zweite ist über IT enttäuscht - Nur 14% der deutschen CEOs     ist aktiv in SCM-Strategie involviert: Damit hinken sie im     europäischen Vergleich hinterher          Noch immer wird Supply Chain Management (SCM) in den meisten Unternehmen nicht als Aufgabe des Top-Managements, sondern ausschließlich der operativen Bereiche betrachtet. Das Potenzial wird deshalb nur in wenigen Firmen ausgeschöpft. Nach wie vor kosten Liefer-, Produktions-, und Distributionsprozesse mehr als sie müssten und werden zuviele Bestände gebunden. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen, globalen Studie der internationalen Management- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton. Zwanzig Jahre, nachdem ein Booz-Berater den Begriff "Supply Chain Management" kreiert hatte, gaben knapp 200 Unternehmensführer aus vier Kontinenten, deren Häuser eine Bilanzsumme von jeweils mehr als einer Milliarde Dollar ausweisen, ihre Einschätzung zu SCM ab.          Die zentralen Ergebnisse:

    - SCM ist Chefsache und kein IT-Projekt. Unternehmen, in denen
        sich der CEO voll der SCM-Philosophie verpflichtet, weisen eine
        signifikant höhere Einsparungsquote bei Lieferkosten auf. Sechs
        Prozent jährliche Einsparungen sind möglich.

    - Die meisten Unternehmen erachten SCM durch Einführung von    
        IT-Systemen als erledigt. Ihre Hoffnungen in die Investitionen
        wurden jedoch enttäuscht. 46 Prozent der Befragten waren mit der
        Leistung der IT unzufrieden. Hauptgrund: Mangelnde
        Planungsgenauigkeit.

    - Nur solche Unternehmen profitieren, die SCM zum Revolutionieren
        bisheriger Liefer- und Produktionsketten nutzen. Optimierung des
        Bestehenden bringt wenig.

    - In einer weltweit vernetzten Wirtschaft muss SCM
        unternehmensübergreifend angewendet werden. Lieferanten und
        Distributoren entscheiden über den Unternehmenserfolg mit.

    - Die vor zwanzig Jahren aufgestellten Thesen gelten unverändert:
        Unternehmen, die sich beherzt des SCM-Konzepts annehmen,
        erzielen Wettbewerbsvorteile.
    
    Um die Planungssicherheit zu verbessern, installierten tausende
Unternehmen in den letzten zwei Dekaden ein softwaregestütztes
Enterprise Ressource Planning (ERP). Mit jedem neuen Modul stiegen
die IT-Investitionen. Inzwischen entfällt mit 19 Mrd. Dollar der
größte Brocken des weltweiten SCM-Marktes von 27 Mrd. Dollar auf
IT-Systeme, schätzen die Marktforscher von IDG.
    
    Die Booz Allen-Berater monieren nach Auswertung der
Studienergebnisse, dass Unternehmenslenker zu viel von reiner Technik
erwarten. SCM-Erfinder Keith Oliver resümmiert: "Bloß, weil
Unternehmen Milliarden in neue Technik investieren, heißt das noch
nicht, dass sie es für die richtige Technik ausgeben." Ohne komplette
Umstrukturierung der Liefer-, Produktions-, und Distributionsprozesse
dürften Unternehmen keine relevante Ertragsverbesserung erwarten.
    
    SCM-Gewinnern in der Studie war gemeinsam, dass sie jenseits der
IT ihre Prozesse fundamental änderten: - Einbeziehung von
Führungsebene, Einkauf und Verkauf in Supply Chain-Entscheidungen -
Ausdrückliche Lieferversprechen gegenüber Kunden - Hohe Frequenz von
Supply Chain-Planungsrunden - Teilung der Absatzplanung mit
ausgewählten Lieferanten - Konzentration von Optimierungsaktivitäten
auf Top 20 der Lieferanten.
    
    "Vorstände müssen SCM als eine ihrer wichtigsten Aufgaben
begreifen", fordert darum Peter Heckmann, der sich bei Booz Allen
Hamilton seit vielen Jahren mit dem Thema auseinandersetzt. "Zentrale
und machtvolle Steuerung mit dem Blick über den Tellerrand des
eigenes Hauses, lautet das Erfolgsrezept." Dieser Appell richtet sich
vor allem an deutsche Unternehmenslenker. Nur 14 Prozent der
deutschen Vorstände sind aktiv in die Gestaltung von Supply
Chain-Strategien eingebunden, verglichen mit 21 Prozent ihrer
europäischen Kollegen.
    
    Wie die Umfrage zeigt, erzielen Unternehmen, die ihren SCM-Ansatz
revolutionieren, bis zu 50 Prozent höhere Einkaufs- und
Lieferkosteneinsparungen pro Jahr. Einen solch revolutionären Ansatz
beschreibt Dan Lewis, Präsident von Booz Allen Hamilton "Die nächste
Welle in Supply Chain Management ist eine Ausrichtung der Lieferkette
nach den Bedürfnissen eines Kundensegments, d.h. Unternehmen werden
zukünftig nicht eine, sondern mehrere Supply Chains gleichzeitig
managen." Im Gegensatz zu britischen Unternehmen gehen deutsche
Unternehmen jedoch zu zögerlich an die Umgestaltung ihrer Supply
Chain heran. Während ein Viertel der befragten UK-Unternehmen diese
in den letzten drei Jahren "revolutionär" veränderten, taten es in
Deutschland nur ein Achtel.
    
    Booz Allen Hamilton zählt mit rund 12.000 Mitarbeitern und Büros
in mehr als 50 Ländern zu den weltweit führenden
Unternehmensberatungen. Sechs Büros sind im deutschsprachigen Raum:
Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, München, Wien und Zürich.
    
      
ots Originaltext: Booz Allen Hamilton
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

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Fax:  089 / 54 52 5 602
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