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16.02.2010 – 13:56

Sozialverband Deutschland (SoVD)

SoVD: Sozialstaatsdebatte ehrlich führen

Berlin (ots)

SoVD-Präsident Adolf Bauer erklärt:
Wenn der FDP-Parteivorsitzende und Vizekanzler Guido Westerwelle 
eine Generaldebatte über den Sozialstaat führen will, können wir ihn 
dazu nur ermuntern. Allerdings muss die Diskussion ehrlich und seriös
geführt werden. Dazu gehört, dass Menschen im Hartz-IV-Bezug nicht 
länger durch herabsetzende Äußerungen beleidigt werden. 
Verallgemeinerungen und Sozialhetze sind unangebracht und 
irreführend. Damit werden Vorurteile geschürt und der soziale Friede 
in unserer Gesellschaft auf unverantwortliche Weise gefährdet. Statt 
Hartz-IV-Bezieher zu diskreditieren, sollte lieber über Vorschläge 
für aktive Arbeitsmarktpolitik nachgedacht werden, die Wege aus der 
Armut zeigen.
Die Menschen, die von Hartz-IV betroffen sind, wollen arbeiten, 
wie aktuelle Studien belegen. Allein aus diesem Grund ist die 
gegenwärtige Diskussion über die angebliche Arbeitsunwilligkeit von 
Hartz-IV-Empfängern realitätsfern. In Wahrheit soll dadurch von den 
eigentlich zu lösenden Problemen beim Hartz-IV-Bezug abgelenkt 
werden. Der SoVD hat immer wieder deutlich markiert, wo 
Handlungsbedarf besteht. Damit Arbeit sich wieder lohnt und das 
Lohnabstandsgebot gewahrt bleibt, muss endlich ein flächendeckender 
Mindestlohn eingeführt werden. Nicht die Höhe der Sozialleistungen, 
sondern Niedrig- und Hungerlöhne sind das eigentliche Kernproblem, 
das diskutiert werden muss.
V.i.S.d.P.: Benedikt Dederichs

Pressekontakt:

Kontakt:
Benedikt Dederichs
SoVD-Bundesverband
Pressestelle
Stralauer Str. 63
10179 Berlin
Tel.: 030/72 62 22 129/ Sekretariat -123
Fax: 030/72 62 22 328
E-Mail: pressestelle@sovd.de

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