NÜRNBERGER Versicherung

Gefährliche Blutsauger

Bereits bei kurzen Spaziergängen kann es zu Zeckenstichen kommen.
Bereits bei kurzen Spaziergängen kann es zu Zeckenstichen kommen.

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat im vergangenen Jahr in Bayern so viele FSME-Erkrankungen wie noch nie gemeldet. Eine Zeckenpause ist vorerst nicht in Sicht: Dank des milden Winters lauern die kleinen Spinnentiere auch im Februar in Wäldern und Wiesen auf ihre Blutmahlzeit. Impfungen und einige Verhaltensregeln können vor den gesundheitlichen Folgen eines Stiches schützen.

Die Zecke ist ein weltweit verbreiteter Parasit, der sich vom Blut verschiedener Säugetiere ernährt. Der Blutverlust ist für den Wirt jedoch nicht das Problem, vielmehr die durch den Zeckenstich übertragbaren Erreger, die Krankheiten wie FSME und Borreliose auslösen können.

Nicht jede Zecke infiziert

Für das Jahr 2017 meldete das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 229 FSME-Erkrankungen und 3.533 Borreliose-Infektionen in Bayern. Bei Borrelien ist eine frühzeitige Therapie mit Antibiotika in der Regel erfolgreich. Wenn nicht, kann es zu einer chronischen Entzündung der Nerven oder Gelenke kommen.

Bei FSME ist nur eine Behandlung der Symptome möglich. Grippeähnliche Krankheitsbilder zu Beginn können unbehandelt zur Hirnhautentzündung und, bei schweren Verläufen, zur Invalidität oder sogar zum Tod führen.

Aber nicht jeder Zeckenstich löst eine Krankheit aus. In Risikogebieten wie Bayern und Baden-Württemberg infizieren bis zu 5 Prozent der Zecken mit dem FSME-Virus. Borreliose-Bakterien treten dagegen häufiger und in allen Teilen Deutschlands auf. Zwar ist die Zeit von März bis Oktober Hauptsaison für die Blutsauger. Ist der Winter jedoch mild, werden sie bereits im Januar oder Februar aktiv.

Vorsicht ist der bester Schutz

Während es bei Lyme-Borreliose bisher keine medizinische Vorsorge gibt, ist eine Impfung gegen FSME möglich: für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab einem Jahr. Sie hält mindestens drei Jahre, bevor sie wieder aufgefrischt werden muss. In Risikogebieten wickeln die Krankenkassen die Zahlungen ab. Für gesetzlich Versicherte, die außerhalb dieser Regionen wohnen, deckt die NÜRNBERGER mit einem Krankenzusatztarif die Kosten.

"Führt ein Zeckenstich zu einer FSME-Erkrankung, bietet die Unfallversicherung finanziellen Schutz. Sie greift auch bei Gesundheitsschädigungen, die durch die Impfung hervorgerufen werden", erklärt Peter Meier, Vorstandsmitglied der NÜRNBERGER. "Die beste Vorsorge ist allerdings immer noch das Vermeiden von Zeckenstichen. Bei Wanderungen durch Zeckengebiete sollte auf festes Schuhwerk und helle, viel Körperfläche bedeckende Kleidung geachtet werden." Zudem ist es ratsam, nach jedem Spaziergang den Körper nach den kleinen "Vampiren" abzusuchen. Da sie warme und geschützte Hautstellen bevorzugen, ist beim Überprüfen der Arme, der Kniekehlen, des Halses sowie des Intimbereichs besondere Aufmerksamkeit geboten. Ein saugendes Tier wird mit einer Pinzette vorsichtig herausgezogen. Auf Hausmittel wie Alkohol oder Öl sollte dabei verzichtet werden, denn dadurch erhöht sich das Risiko einer Übertragung der Erreger.

Mit freundlichen Grüßen

Konstanze Schön
Unternehmenskommunikation
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