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EOS Studie "Europäische Zahlungsgewohnheiten" 2017
Investitionsbremse Zahlungsmoral: Fehlende Zahlungen blockieren Investitionen

Wie Zahlungsverzug und -ausfall zur Investitionsbremse wird Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/42902 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/EOS Holding GmbH"

Hamburg (ots) - Zahlungsausfälle und -verspätungen lösen einen Dominoeffekt aus, der das Wirtschaftswachstum in Europa beeinflusst / Jedes vierte Unternehmen in Europa muss aufgrund fehlender Zahlungen auf Investitionen verzichten

Eine unbezahlte Rechnung geht nie spurlos an einem Unternehmen vorbei; hunderttausende schon gar nicht: Für die Unternehmen bedeutet das mitunter millionenschwere Verluste. Knapp die Hälfte aller Firmen verzeichnet Gewinneinbußen (46 Prozent). Weitere Folgeerscheinungen, mit denen sie zu kämpfen haben, sind unter anderem Liquiditätsengpässe (39 Prozent) und höhere Zinskosten (34 Prozent). Den Unternehmen fehlt damit Geld, um zu wachsen. Europaweit schränkt daher jede vierte Firma (25 Prozent) ihre Investitionen ein. Viele Unternehmen müssen aufgrund der fehlenden Zahlungseingänge sogar um ihre Existenz kämpfen (17 Prozent). Das ist ein Ergebnis der repräsentativen EOS Studie "Europäische Zahlungsgewohnheiten" 2017, die in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal erscheint. An der im Frühjahr von Kantar TNS (ehemals TNS Infratest) durchgeführten Erhebung nahmen 3.200 Unternehmen aus 16 Ländern teil.

Osteuropa: Investitionsbremse stark angezogen

Vor allem in den östlichen Ländern bremsen verspätete und ausfallende Zahlungen Investitionen aus. In Griechenland fahren aktuell 39 Prozent der Firmen ihre Investitionen zurück; in Ungarn und Kroatien hat nahezu jedes dritte Unternehmen die Investitionsbremse angezogen. In Tschechien und Polen sehen sich mit 18 Prozent die wenigsten Unternehmer dazu gezwungen.

In Deutschland kaum Investitionsabbau

Deutsche Unternehmen setzen trotz ausfallender oder verzögerter Zahlungen auf Wachstum. Nur sieben Prozent der befragten Firmen investieren weniger. Anders sieht es in Großbritannien und Spanien aus. Jedes dritte Unternehmen schraubt hier das Investitionsvolumen zurück (34 Prozent und 33 Prozent). In Belgien liegt der Prozentsatz am dritthöchsten (28 Prozent).

Klaus Engberding: "Inkasso wirkt dem Investitionsstopp entgegen" "Die Höhe von Investitionen ist ein wichtiger Indikator für das Wachstum eines Unternehmens - und damit auch der gesamten Volkswirtschaft", erklärt Klaus Engberding, Vorsitzender der Geschäftsführung der EOS Gruppe mit Sitz in Hamburg. "Zahlreiche Faktoren fließen in die Entscheidung für Investitionen ein - doch allen voran bedarf es der finanziellen Mittel. So sind fehlende Kundenzahlungen besonders für KMUs sehr schmerzlich, da keine finanzstarken Anteilseigner im Hintergrund stehen. Aber gerade gegen Zahlungsverzug und -ausfall können auch Mittelständler viel tun." Die Zusammenarbeit mit Inkassounternehmen ist laut Klaus Engberding eine wichtige Maßnahme, dem Investitionsstopp entgegenzuwirken. Vergangenes Jahr sicherten Inkassodienstleister europaweit 8 Prozent der Unternehmensumsätze.

Zur EOS Studie: "Europäische Zahlungsgewohnheiten"

Gemeinsam mit dem unabhängigen Marktforschungsinstitut Kantar TNS (ehemals TNS Infratest) befragte EOS im Frühjahr 2017 3.200 Unternehmen in 16 europäischen Ländern zu den dortigen Zahlungsgewohnheiten. Jeweils 200 Unternehmen in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Frankreich, Belgien, Österreich, Schweiz, Rumänien, Tschechien, Kroatien, Ungarn, Bulgarien, Slowakei, Polen, Russland und Griechenland beantworteten Fragen rund um die eigenen Zahlungserfahrungen, die wirtschaftliche Entwicklung des Landes sowie zu den Themenkreisen Risiko- und Forderungsmanagement. Weitere Ergebnisse der Studie gibt es im Internet unter: www.eos-solutions.com/zahlungsgewohnheiten2017/investitionsbremse

Die EOS Gruppe

Die EOS Gruppe ist einer der führenden internationalen Anbieter von individuellen Finanzdienstleistungen. Den Schwerpunkt bildet das Forderungsmanagement. Im Kern stehen dabei drei Geschäftsfelder: Treuhandinkasso, Forderungskauf und Business Process Outsourcing. Mit knapp 8.000 Mitarbeitern bietet EOS seinen rund 20.000 Kunden in 28 Ländern der Welt mit mehr als 60 Tochterunternehmen finanzielle Sicherheit durch maßgeschneiderte Services im B2C- und B2B-Bereich an. In einem internationalen Netzwerk von Partnerunternehmen verfügt die EOS Gruppe über Ressourcen in über 180 Ländern. Hauptzielbranchen sind Banken, Versorgungsunternehmen, der Telekommunikationsmarkt, die Öffentliche Hand, der Immobiliensektor, Distanzhandel sowie E-Commerce.

Weitere Informationen: www.eos-solutions.com.

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