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Junger Wirtschaftsrat: Gründerwille wird von Bürokratielast lahmgelegt
Bode: Entlastung der Start-ups ist überfällig

Berlin (ots) - Der Junge Wirtschaftsrat ruft Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel auf, die geplanten Bürokratieerleichterungen für Gründer jetzt zügig umzusetzen. "Eine ausufernde Bürokratielast darf nicht der Grund dafür sein, dass Gründungswillige abgeschreckt werden. Es muss den Gründern ermöglicht werden, sich in allererster Linie auf ihr Geschäftsmodell zu konzentrieren, nicht wie bislang auf formelle Erfordernisse und Behördengänge", kritisiert der Vorsitzende des Jungen Wirtschaftsrates, Alexander Bode, selbst Jungunternehmer. Die Bundesregierung betreibe dabei doppeltes Spiel, in dem sie etwas Entlastung verspricht, aber an anderer Stelle, zum Beispiel zur Durchsetzung des Mindestlohns, ein neues Bürokratiemonster schafft. "Die ausufernden Berichts- und Informationspflichten zu unterschiedlichsten Empfängern sind eine große Belastung für junge und kleine Unternehmen", so Bode.

Um den Bürokratieabbau merklich voranzubringen und den Gründergeist in Deutschland neu zu beleben, fordert der Junge Wirtschaftsrat aber mehr als die bloße Reduzierung von Meldepflichten. Ein wichtiges Element, um Serviceleistungen der Verwaltung zu verbessern und die Effizienz von Verwaltungsprozessen zu erhöhen, ist die Umsetzung des E-Government-Ausbaus. Die Bundesregierung hat es bisher versäumt, das Regierungsprogramm "Digitale Verwaltung 2020" mit einem ausreichenden Investitionsbudget zu unterfüttern. "Ein glaubhaftes Modernisierungsprogramm benötigt entsprechende Investitionen. Die bisher veranschlagten drei Millionen Euro reichen bei weitem nicht aus, um Einzelprojekte mit Leben zu füllen", betont Bode. "Der politische Wille ist nicht erkennbar. Wir fordern eine Erhöhung der Investitionen und eine besondere Priorität für die IT-Infrastruktur in dem von der Bundesregierung angekündigten Masterplan E-Government", so Bode.

In diesem Zusammenhang fordert der Junge Wirtschaftsrat die Bundesregierung erneut auf, sich bei den Kommunen für die Einführung von One-Stop-Shops für Unternehmensgründungen einzusetzen, die mit einem höchstmöglichen Maß an Serviceorientierung alle zur Gründung erforderlichen Formalitäten effizient und schnell leisten können. "Gründer wollen einen serviceorientierten Ansprechpartner, der sie während des Gründungsprozesses begleitet. Eine solche Anlaufstelle wäre eine wirksame Stärkung des Gründerstandorts Deutschland im globalen Wettbewerb", betont der Vorsitzende des Jungen Wirtschaftsrates.

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