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"Professionalisierung der Aufsichtsräte statt staatlicher Gängelung bei der Managervergütung!"

Berlin (ots) - Anlässlich der aktuellen Diskussion über die Corporate-Governance-Gesetzregelung erklärt der Präsident des Wirtschaftsrates der CDU e.V., Kurt Lauk:

"Professionalisierung der Aufsichtsräte statt staatlicher Gängelung bei der Managervergütung!"

"Die Bundesregierung muss dringend die Grundlagen für eine weitere Professionalisierung der Aufsichtsräte legen. Persönliche Unabhängigkeit und Entscheidungsfähigkeit müssen die Kriterien für die verantwortungsvolle Besetzung von Aufsichtsratsmandaten sein. Die derzeitige Krise zeigt dringenden Handlungsbedarf zur Verbesserung der Corporate Governance auch in Deutschland" erklärt der Präsident des Wirtschaftsrates, Kurt J. Lauk.

Deshalb fordert der Wirtschaftsrat:

   - Die Einhaltung einer Karenzzeit von mindestens zwei Jahren für 
     den Wechsel ehemaliger Vorstandsmitglieder in den Aufsichtsrat,
   - die Beschränkung der Aufsichtsratsgröße auf zwölf, maximal 16 
     Sitze,
   - die Begrenzung der Aufsichtsratsmandate für aktive Vorstände und
     Geschäftsführer auf zwei externe Mandate, ansonsten auf 
     höchstens sieben Mandate.
   - Die Erhöhung der Anzahl von Aufsichtsratssitzungen auf acht pro 
     Jahr statt wie bisher vier.
   - Sicherstellung der Unabhängigkeit von Aufsichtsräten durch 
     Vorgabe nachprüfbarer Kriterien. 

"Der Kabinettsbeschluss zur Managervergütung zielt in die richtige Richtung. Die Entlohnung der Manager muss sich stärker am mittel- und langfristigen Unternehmenserfolg orientieren. Die Einigung, dass Aktienoptionen in Zukunft frühestens nach vier und nicht, wie bisher, nach zwei Jahren eingelöst werden können, entspricht dem gesunden Menschenverstand", sagt Kurt Lauk.

"Die von den Sozialdemokraten geforderte Begrenzung der steuerlichen Absetzbarkeit auf eine Million Euro pro Jahr ist unsachgemäßer Populismus. Der Staat sollte sich nicht anmaßen, über gute oder schlechte Betriebsausgaben zu entscheiden. Die Festlegung der Managergehälter ist allein Sache der Eigentümer beziehungsweise der Aufsichtsräte," so Lauk.

Der Wirtschaftsrat warnt davor, durch sozialdemokratischen Regulierungswahn die Rechte der Unternehmenseigentümer auszuhöhlen. Stattdessen brauchen wir eine Stärkung der Unternehmenskontrolle durch professionelle, gut informierte und unabhängige Aufsichtsräte.

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